VP-Ekici: Integration ist kein Schlagwort sondern ein Handlungsfeld

Wien (VP-Klub) - "Gelingt es in Wien nicht, Jugendlichen mit Migrationshintergrund Perspektiven und Chancen zu eröffnen, sind Spannungen vorhersehbar. Wien braucht ein Integrationskonzept, das den Namen auch verdient", warnt LAbg. Sirvan Ekici, Integrationssprecherin der ÖVP Wien, vor der derzeit unzureichenden Integrationspolitik in Wien. "Das von der Wiener SPÖ so genannte verdoppelte Budget ist nach wie vor zu gering, vor allem aber intransparent", stellt Ekici weiters klar.

Deutschkurse für die ganze Familie

Schwerwiegende Probleme bei der Unterstützung der Menschen mit Migrationshintergrund in Wien sieht Ekici vor allem in der fehlenden sprachlichen Förderung, die bereits im Kindergarten beginnen und intensiv in der Schule unter Einbindung aller Familienmitglieder fortgesetzt werden sollte. "Integration hat viel mit Bildung zu tun. Deutschkurse müssen miteinander verschränkt werden. Kindersprachkurse, ohne die Eltern einzubinden und umgekehrt sind jedoch leider auf der Tagesordnung. Die SP-StadträtInnen und der Stadtschulrat müssen in diesem Bereich besser zusammenarbeiten", so die Forderung der VP-Integrationssprecherin.

Ekici fordert weiters eine zeitigere Schuleinschreibung und damit verbunden längere Deutschförderkurse, wie sie in anderen Bundesländern gang und gäbe sind: "Der Großteil der Hauptschulabgänger sind Jugendliche mit Migrationshintergrund, die aufgrund fehlender frühzeitiger sprachlicher Förderungen keine andere Chance bekommen haben. Der sozial problematische Weg ist somit vorgezeichnet."

Für die VP-Integrationssprecherin ersetzen Werbemaßnahmen keine Sprachkurse, keinen integrationsfördernden Kindergartenbesuch, keine bildungsfördernden Maßnahmen, keine durchdachte Wohnungsvergabepolitik und schon gar nicht ein Zusammenwachsen der unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen. "In Wien ist nicht überall Integration drinnen, wo Integration drauf steht. Die Stadt Wien ist daher aufgefordert, Integration nicht als Schlagwort oder Werbeslogan, sondern endlich als dringend notwendiges Handlungsfeld zu sehen", schließt Ekici.

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