Seeber: AKP-EU-Treffen sichert nachhaltige Nord-Süd-Kooperation

Größtes globales Forum nach der UNO nützt EU und AKP-Staaten

Brüssel, 21. November 2006 (ÖVP-PD) "Die Parlamentarische Versammlung der Staaten des Afrika-, Karibik- und Pazifikraumes sowie der Europäischen Union ist eines der wichtigsten Beispiele für eine effiziente globale Kooperation zwischen Nord und Süd. Die AKP-Staaten sind wichtige Handelspartner für uns und Europa ist für sie einer der wichtigsten Partner in wirtschaftlicher entwicklungspolitischer Hinsicht", sagte heute, Dienstag, der ÖVP-Europaparlamentarier Dr. Richard Seeber. Das 12. Treffen der Parlamentarischen AKP-EU Versammlung findet von 18.- 23. November 2006 in Bridgetown statt, Europaparlamentarier und Abgeordnete aus 78 AKP-Staaten und der EU nehmen an diesem Treffen teil. "Damit ist die Parlamentarische Versammlung AKP-EU das größte globale Forum nach der UNO - und wird von der Wertigkeit von den AKP-Staaten auch genau so eingeschätzt. Es geht um wirtschaftliche Kooperation, sinnvolle und nachhaltige Entwicklungsprojekte mit wirtschaftlichen Erfolgsaussichten für Unternehmen aus Europa und um eine friedliche und demokratische Völkerverständigung", betonte Seeber. ****

Die AKP-EU Treffen finden halbjährlich statt, in einem Halbjahr in einem EU-Staat und im zweiten Halbjahr in einem AKP-Mitgliedstaat. 2005 fanden Treffen in Mali (Afrika) sowie in Edinburgh (UK) statt, im ersten Halbjahr 2006 organisierte die österreichische Ratspräsidentschaft das Treffen in Wien, nun ist in der Reihenfolge mit Barbados ein Staat des Karibikraumes an der Reihe.

Nach Vorbereitungstreffen der Delegationen am Samstag und Sonntag fand am Montag die offizielle Eröffnung durch den Premierminister von Barbados, Owen S. Arthur, die Außenministerin von Barbados, Dame Billie Miller sowie den Ko-Präsidenten der AKP-EU Versammlung Glenys Kinnock und René Radembino-Coniquet statt. In der ersten Plenarsitzung stand vor allem die äußerst kritische Lage am Horn von Afrika auf der Tagesordnung, die Europaparlamentarier forderten hier einhellig die Einhaltung der Menschenrechte vor allem durch Äthiopien und Eritrea. EU-Kommissar Louis Michel betonte für die EU-Kommission das partnerschaftliche Prinzip, das der Entwicklungspolitik der EU zu Grunde liege und forderte die Selbstverantwortung der AKP-Staaten für ihre eigene wirtschaftliche und politische Entwicklung ein.

Außenministerin Billie Miller beklagte in ihrer Eröffnungsrede die oft diskriminierende Einstellung mancher europäischer Medien gegenüber Ländern wie Barbados. Die Menschen in ihrem Land lebten zu einem guten Teil vom Tourismus, das sei eine ihrer Haupteinnahmequellen und die Basis für das wirtschaftliche Überleben. Es sei traurig, wenn anlässlich einer für Barbados und den gesamten AKP-Raum so wichtigen Sitzung in einer diskriminierenden und sogar mit rassistischen Untertönen durchsetzten Weise berichtet werde. Die Sitzungen der kommenden Tage werden sich vor allem mit Fragen einer nachhaltigen Tourismusentwicklung sowie um einer gerechten Wasserverteilung befassen. MEP Seeber wird zu beiden Themen im Plenum sprechen.

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