ARBÖ: Proteststimmen werden an Tiroler Landesregierung übergeben

Bisher 132.915 Menschen an ARBÖ-Unterschriftenaktion beteiligt

Wien (OTS) - 132.915 Autofahrer haben in den ersten drei Wochen
der ARBÖ-Unterschriftenaktion gegen den "Staub-Hunderter" auf Autobahnen unterschrieben. Die Aktion des ARBÖ wird fortgesetzt. Übermorgen Donnerstag, den 23. November 2006 wird der ARBÖ Tirol die bisher in Tirol gesammelten 31.848 Proteststimmen der Tiroler Landesregierung übergeben. "Im Namen der vielen Unterzeichner werden wir die Übergabe an Landesrat DI Hans Lindenberger mit sieben offenen Fragen verknüpfen", kündigte der Landesgeschäftsführer des ARBÖ Tirol, Helmut Werth an.

1. Warum gibt es erst im nächsten Jahr nur ein halbherziges Verbot für uralte LKW? Warum werden ab Jänner 2007 nur die vor 1994 zugelassenen LKW mit Anhänger und Sattelschlepper verboten, während die ebenso alten LKW weiterfahren dürfen?

2. Warum zwingt das Land Tirol PKW-Fahrer auf Autobahnen, die für Tempo 130 gebaut wurden, zu Tempo 100 und lässt LKW ungeschoren, obwohl jeder LKW 16 Mal mehr Stickstoffdioxide ausstößt als ein durchschnittlicher PKW?

3. Warum werden Stickoxidmessungen ausgerechnet in Vomp an der Raststätte vorgenommen, also an einem bekannten LKW-Sammelplatz, wo LKW jeden Tag in der Früh nach dem Nachtfahrtverbot starten und direkt an der Messstelle vorbeifahren?

4. Wie kommt es, dass an der Raststätte in Vomp selbst im intensivsten Sommerreiseverkehr - etwa am 15. August und am Sonntag davor - schlagartig niedrigere Stickstoffdioxid-Immissionen gemessen werden, nur weil an diesem Tag keine LKW fahren?

5. Warum geht das Land Tirol bei der errechneten Senkung der Schadstoffe immer vom Vergleich Tempo 130 zu Tempo 100 aus, während es bei Berechnung der längeren Fahrtzeit nur davon ausgeht, dass das Tempo von 117 auf 104 sinken wird? Warum gaukelt man den Menschen utopischen Einsparungsmöglichkeiten vor und verharmlost den tatsächlichen zeitlichen Mehraufwand?

6. Hat das Land mit der ASFINAG schon darüber geredet, warum es nicht möglich sein soll die hochmoderne Verkehrsbeeinflussungsanlage auf der A12 händisch mit Knopfdruck auf Tempo 100 herunter zu schalten, wenn die täglich gemessenen Schadstoffwerte die Grenzwerte übertreffen?

7. Warum gibt es im Land Tirol keine Förderung für die Nachrüstung von Autos mit Partikelfilter so wie in der Steiermark, wo bereits über 10.000 Förderansuchen eingegangen sind, in Oberösterreich und Salzburg?

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