Bures kritisiert AMS-Aktion als "reine Unternehmenssubvention"

Neue Zielvorgaben für das AMS notwendig: Qualifizierung und Berufsabschlüsse fördern

Wien (SK) - SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Doris Bures kritisiert die sogenannte "Aktion Weihnachtsengerl" des AMS Niederösterreich scharf. Die Vermittlung von Arbeitslosen an den Handel bei gleichzeitiger Übernahme der vollen Lohnkosten durch das Arbeitsmarktservice ist eine "Unternehmenssubvention auf Kosten der Steuerzahler". Den arbeitssuchenden Frauen bringe die kurzfristige Aushilfsarbeit leider kaum Chancen auf eine dauerhafte Beschäftigung. "Die Mittel für aktive Arbeitsmarktpolitik sind dazu da, die Arbeitssuchenden individuell zu qualifizieren und dauerhaft in das Erwerbsleben einzugliedern", so Bures. ****

Bereits die Subvention der Sommervertretungen für die Handelsketten Billa und Merkur habe sich als "veritabler Flop" erwiesen. Dass diese fehlgeschlagene Aktion nun wiederholt werden soll, bestätigt Bures in ihrer Forderung nach einer Änderung der Förderpraxis. Es bedürfe konkreter Zielvorgaben für das AMS, damit verstärkt gezielte Qualifizierungskurse und Berufsabschlüsse angeboten werden. Weiters sei ein Frauenschwerpunkt zu setzen.

Wiedereinsteigerinnen bräuchten gute Beratung noch während der Karenzierung und gezielte Aus- und Fortbildung in zukunftsträchtigen Branchen. Frauen als Gratiskräfte im Weihnachtsgeschäft einzusetzen, sei ein untaugliches Mittel im Kampf gegen die Frauenarbeitslosigkeit, so Bures abschließend. (Schluss) se

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