Trotz Bedarf in Österreich: Pellets nach Italien geliefert

Frais: "Muster-Lieferverträge für Private als Ausweg aus der Versorgungsmisere"

Linz (OTS) - Laut dem österreichischen Grünen Bericht 2006 gab es bei Pellets nicht nur dieses Jahr, sondern bereits im Vorjahr Probleme durch längere Lieferzeiten und verringerte Auslieferungsmengen. "2005 wären ausreichend Pellets vorhanden gewesen, nur mussten diese aufgrund von Exportverträgen nach Italien und Deutschland geliefert werden. Die Außenhandelsbilanz war daher im Unterpunkt Pellets und Brickets mit 40 Millionen Euro an Exporten gegenüber 14 Millionen Euro an Importen klar positiv - allerdings auf Kosten der Versorgung der österreichischen KonsumentInnen", zeigt der SP-Klubchef auf. Als Lösungsvorschlag für das Versorgungs- und Preisproblem nennt Frais langfristige Lieferverträge zwischen Anbietern und KonsumentInnen. "Diese Verträge sollen Preis und Lieferbedingungen regeln. Die aktuelle Pellets-Panik sowohl bei KonsumentInnen als auch bei Forstwirten und Pelletierern könnte damit einer geordneten Preis- und Versorgungspolitik weichen", so Frais.

Als Aufgabe der Landespolitik bezeichnet Frais die Ausarbeitung entsprechender Muster-Lieferverträge für Private, mit denen die Bedingungen für den Pellets-Bezug fixiert werden sollen. Energielandesrat Anschober solle derartige Verträge erstellen, die die Versorgung der KonsumentInnen garantieren und sicher stellen, dass keine über das übliche Maß einer Indexsicherung hinaus gehenden Preissteigerungen möglich sind. "Davon würden aufgrund sicherer Versorgung und planbarer Preise alle profitieren und es wäre ein notwendiger Schritt, um das verlorene KonsumentInnen-Vertrauen wieder zurück zu gewinnen", stellt der SP-Klubchef fest. Gerade für die Produzentenseite und die Forstwirte seien langfristige Perspektiven ein großer Vorteil bei der Planung von Investitionen und Aufforstungen. Dabei müsse grundsätzlich auch auf den Naturhaushalt Rücksicht genommen werden, betont Frais.

Gerade bei nachwachsenden heimischen Rohstoffen könne die Versorgerbranche den KonsumentInnen Preisangebote machen, die sich weder an Spot-Märkten oder Rohstoffbörsen orientieren noch durch hausgemachte Lieferengpässe in die Höhe getrieben werden. "Nachhaltige Rohstoffe sollen auch im ökosozialen Sinn nachhaltig verwertet werden. Langfristige Lieferverträge sind ein Weg in diese Richtung. Versorgungssituationen wie zu Wintereinbruch 2005, als die heimischen Pellets aufgrund vertraglicher Verpflichtungen ins Ausland exportiert werden mussten und in Österreich Versorgungsengpässe eintraten, und enorme Preissteigerungen wie 2006 sollen in Zukunft vermieden werden", fordert der SP-Klubobmann.

Rückfragen & Kontakt:

Tel.: 0732/7720-11313

SPÖ-Landtagsklub
Mag. Andreas Ortner

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | DS40001