Trio des Jahres: Es gibt noch viel für den Mittelstand zu tun!

Österreichs KMU´s schreiben mit Innovationskraft und Internationalität Erfolgsgeschichten

Wien (PWK775) - Zur Gala des Mittelstandes wurde auch gestern
Abend wieder die Ehrung des Unternehmertrios des Jahres aus den Sparten Gewerbe, Handwerk und Dienstleistung. Bundeskanzler Wolfgang Schüssel, Vizekanzler Hubert Gorbach, Wirtschaftsminister Martin Bartenstein und Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl gaben sich die Ehre, den ausgezeichneten Unternehmern zu gratulieren, und folgten damit der Einladung der beiden Bundessparten-Obmänner Georg Toifl (Gewerbe und Handwerk) und Hans-Jürgen Pollirer (Information und Consulting). Das Unternehmertrio des Jahres ist eine Gemeinschaftsveranstaltung der Bank Austria mit dem Wirtschaftsmagazin Trend sowie den Bundessparten Gewerbe und Handwerk sowie Information und Consulting.

Schüssel würdigte in seiner Laudatio die Leistungen von Österreichs Klein- und Mittelbetrieben. Er rief dazu auf, die bestehenden Chancen zu nützen. Die Rahmenbedingungen für Unternehmensneugründungen und Unternehmertätigkeit müssten ständig verbessert werden. Schüssel erinnerte aber auch an den engen Zusammenhang zwischen Wirtschafts- und Bildungspolitik: "Das 21. Jahrhundert wird das Jahrhundert der unternehmerischen Menschen sein. Österreichs Klein- und Mittelbetriebe verdienen durch eine wohl überlegte Struktur- und Wirtschaftspolitik eine Chance, ihr Können unter Beweis zu stellen. Sie haben es in der Vergangenheit getan und so wesentlich dazu beigetragen, dass Österreich international so gut dasteht. Die Politik muss aber mehr tun als nur die geeigneten steuerlichen und ökonomischen Rahmenbedingen zu schaffen."

Für Gorbach zeigten die heimischen KMU´s eine überdurchschnittliche Innovationskraft, wodurch Österreich auch im internationalen Vergleich gut liege. Nicht nur die Großen würden aber Forschungsförderungskuchen mitnaschen sondern auch immer mehr Kleine. Mit der Neuordnung der Forschungsförderungslandschaft in der FFG habe man mehr Transparenz und einen unbürokratischen Ablauf der Förderansuchen geschaffen.

"Die Rahmenbedingungen so optimieren, dass es leichter wird, unternehmerisch tätig zu sein", nannte Bartenstein als stetiges Ziel einer modernen Wirtschaftspolitik. Gut zu sein, dürfe nicht heißen, nicht noch besser werden zu wollen, meinte der Wirtschaftsminister in Hinblick auf die Aussage des Chefs des deutschen Weisenrates, Bert Rürup, dass Österreich ökonomisch eine Insel der Seeligen sei. Handlungsbedarf sei aber bei der Betriebsnachfolge (Abschaffung der Erbschafts- und Schenkungssteuer) und bei der steuerlichen Begünstigung von Risikokapital gegeben. Zu wünschen sei auch, dass die Internationalisierungsoffensive für KMU´s weiter fortgeschrieben werde. Neu zu überdenken sei auch die Rolle der sogenannten Ein-Personen-Unternehmen, auf deren Bedeutung die Politik reagieren müsse, wie Bartenstein unterstrich.

Zukunft und Optimismus ortete Wirtschaftskammerpräsident Leitl, wenn es um die ausgezeichneten Betriebe des Unternehmertrios gehe -dies sei der Humus auf dem die KMU´s gedeihen. Leitl hob aber auch die Bedeutung der Banken hervor, die - gemeinsam mit den Außenhandelsorganisationen der WKÖ - viele Unternehmen an der Hand genommen und auf die neuen Märkte Mittel- und Osteuropas begleitet hätten. Der WKÖ-Präsident replizierte damit auf die Worte von Regina Prehofer, BA/CA-Vorstandsmitglied, die die Bedeutung der kleinen und mittleren Unternehmen im Geschäft der BA/CA hervorgehoben hatte. Der Kundenanteil der KMU´s liege bei 45-60 Prozent, die Veranstaltung des Unternehmertrios sei der BA/CA deshalb sehr wichtig.

Ihre Wünsche an eine neue Bundesregierung hatten zuvor die beiden Bundessparten-Obmänner Toifl und Pollirer formuliert: Gewerbe und Handwerk drängen auf eine Neuregelung bei der Betriebsnachfolge und die Rahmenbedingungen entsprechend zu gestalten, " dass Nachfolger nicht mit einem Rucksack voller Verpflichtungen neu starten", so Toifl. Für Pollirer stehen die Abschaffung der Werbeabgabe, ein Kreativfreibetrag, ein Schwerpunkt bei den Ein-Personen-Unternehmen im sozialen und steuerlichen Bereich sowie ein Ansprechpartner für IKT-Fragen ganz oben auf der Wunschliste.

Reginald Benisch, Chefredakteur des Trend und Helmut A. Gansterer, Co-Herausgeber des Trend, skizzierten in ihren Worten den Charme der Kleinen. Auch wenn die Großen aufgrund ihrer Größe viel stärkere Präsenz in den Medien hätte, dürfe das nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Arbeitsplätze von den KMU´s geschaffen werden, so Benisch. Für Gansterer handelt es sich um keine "Zwergengewächse" sondern um Elite, die unendlich flexibel sei.

Fotos der Veranstaltung und der Preisträger finden Sie unter wko.at sowie den Pressetext zu den Preisträgern des Trio des Jahres 2006. (us)

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