Karas: Auftakt für die Europäische Privatgesellschaft

Grenzüberschreitende Unternehmensgründung soll erleichtert werden

Brüssel, 21. November 2006 (ÖVP-PD) Zwei Jahre nach der Einführung der Europäschen Aktiengesellschaft wird der Ruf nach einer europäischen Privatgesellschaft (EPG) immer lauter. "Laut einer Studie der EU-Kommission befürwortet jedes zweite befragte Unternehmen eine europaweite Gesellschaftsform für Klein- und Mittelbetriebe", so der ÖVP-Delegationsleiter, Mag. Othmar Karas, nach der Annahme des Initiativberichtes über das Statut der europäischen Privatgesellschaft im Rechtsausschuss des Europäischen Parlaments in Brüssel. "Es ist endlich an der Zeit eine europäische Unternehmensform zu schaffen, die es unseren Familienbetrieben erleichtert, grenzüberschreitend tätig zu werden". ****

Schon vor zwei Jahren wurde für Großunternehmer die Societas Europea (SE) geschaffen. Allerdings wurden bis dato erst rund 35 Europa-AG`s ins Leben gerufen. "Grund dafür ist, dass sie keine einheitliche Rechtsform besitzt. Diese Nachteile der europäischen Aktiengesellschaft sollen jetzt bei der Schaffung einer Europäischen Privatgesellschaft vermieden werden", so Karas. Der Rechtsausschuss forderte deshalb auf Verweise ins nationale Recht
zu verzichten und stattdessen eine einheitliche europäische Rechtsform zu schaffen. "Zur Wahrung der rechtlichen
Einheitlichkeit innerhalb der Europäischen Union soll die EPG in Form einer EU-Verordnung verabschiedet werden. Damit gilt in jedem Mitgliedstaat zwingend derselbe Rechtstext und der Europäische Gerichtshof kann bei Auslegungsfragen angerufen werden", informiert Karas weiter.

In Österreich habe die Schaffung einer EPG auch großen Einfluss auf die Tätigkeit der Notare. "Die Bemühungen liegen deshalb darauf auch die heimischen Wünsche in dem Bericht mit ein zu bauen. Heute wurde die politische Frage geklärt. Die Kommission ist jetzt gefordert einen akzeptablen Vorschlag vorzulegen. Danach kann über sachpolitische Details verhandelt werden. Gespannt warte ich auf
die Vorschläge, wenn es um die Fragen des Mindestkapitals, deren Einzahlung sowie um die Mustersatzung geht", so Karas abschließend.

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