Römer: Verkehrssicherheit ein Schwerpunkt der europäischen Verkehrspolitik

"Transportsicherheitstage 2006" in Vösendorf eröffnet - Fachveranstaltung bietet Experten-Dialog über "Ladungssicherung" und "Gefahrgutsicherheit"

Wien (PWK773) - Das österreichische Forum für sicheren Transport hält am Dienstag, 21.11. und Mittwoch, 22.11. im Eventhotel Pyramide in Vösendorf die "Transportsicherheitstage 2006" ab. Am Dienstag steht das Thema "Ladungssicherung", am Mittwoch das Thema "Gefahrgutsicherheit" im Vordergrund. Den Ehrenschutz über diese zweitägige Veranstaltung, an der sich u.a. die Sparte Transport und Verkehr der Wirtschaftskammer Österreich, das Verkehrsministerium sowie die Österreichische Verkehrswissenschaftliche Gesellschaft (ÖVG) maßgeblich beteiligen, hat Innenministerin Liese Prokop übernommen.

Wie die Vizepräsidentin der WKÖ, Komm.Rat Renate Römer, zur Eröffnung der gut besuchten Enquete feststellte, sind die "Transportsicherheitstage" ein neuer Veranstaltungstyp der Bundessparte Transport und Verkehr, der sich möglichst praxisnah aktuellen Spezialgebieten der Verkehrssicherheit widmet. Dabei erhalten Behördenvertreter die Möglichkeit, den Hauptbetroffenen aus den Unternehmen im persönlichen Dialog über Neuregelungen zu berichten. Andrerseits können die Transportsicherheitsverantwortlichen ihre Anliegen direkt an kompetenter Stelle deponieren.

Die Verkehrssicherheit ist, wie Römer sagte, ein Schwerpunkt Europäischer Verkehrspolitik. So ruft die EU-Kommission in ihrem Weißbuch zum Thema Verkehr die europäischen Staaten auf, "alle Kräfte zu mobilisieren, um die Sicherheit auf Europas Straßen zu erhöhen". Einen wesentlichen Beitrag zu der damit angesprochenen Unfallprävention leistet eine ordnungsgemäße Ladungssicherung.

Die Ladungssicherung in das Qualitätsbewusstsein einzubeziehen, müsse daher zur Selbstverständlichkeit werden. Grundlage sei ein ausreichendes Wissen über die rechtlichen und technischen Grundlagen.

Auch der Obmann der Bundessparte Transport und Verkehr, Komm.Rat Harald Bollmann, sprach sich dafür aus, im Sinne der angestrebten Unfallvermeidung sämtliche Möglichkeiten zur Verbesserung der Ladungs- und damit Verkehrssicherheit zu nutzen. Neben zielführenden Normen und technischen Verbesserungen gehörten dazu auch Ausbildungsmaßnahmen - wie etwa die Initiative "Safety Driver" der Wirtschaftskammer Wien - oder Incentives: freiwillige Belohnungen oder Auszeichnungen bei Wettbewerben, wie etwa der "Golden Truck" für den besten Lkw-Fahrer. "Alle diese Maßnahmen können dazu beitragen, den Stellenwert der Ladungssicherheit weiter anzuheben".

Ladungssicherung verlange ein hohes Fachwissen sowohl in den Unternehmen als auch seitens der Lenker. Ein hohes Ausbildungsniveau aller beteiligten Personen sei daher die wichtigste Grundlage, betonte der Obmann. Schwierigkeiten bereite oft der grenzüberschreitende Verkehr, da die Vorschriften zur Ladungssicherung in den einzelnen Ländern stark voneinander abweichen können. Abhilfe soll ein von einer europäischen Expertengruppe erarbeiteter Leitlinien-Katalog schaffen, in dem grundlegende Regeln zusammengestellt sind. Diese "European Best practice Guidelines on Cargo Securing for Road Transport" sollen als gemeinsame Basis für die Ladungssicherung bei internationalen Transporten dienen. Allerdings genüge es nicht, nur die Informationsdefizite bei Speditionen und Fahrern zu beseitigen. Auch Polizeibeamte müssten (österreich- und europaweit) geschult werden, um die Effizienz von Kontrollen sicherzustellen. Eine Ladungssicherung, die an einem Ort durchgeführt wird, müsse auch im angrenzenden Bundesland oder Staat bei Kontrollen anerkannt werden. "Die Unternehmen sollen eine einheitliche Beurteilung ihrer Ladungssicherung erwarten können. Kontrollen müssen berechenbar, transparent und nachvollziehbar sein", unterstrich der Branchensprecher. (hp)

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