VIER PFOTEN: Stopfleber als Lebensmittel untauglich

Anzeigen bei großen Lebensmittelketten bereits eingelangt

Wien (OTS) - Wie gestern in der Sendung "Thema" berichtet wurde, handelt es sich bei "Foie Gras" um Fettleber, ein krankes Organ, das laut des Lebensmittelsicherheit und Verbraucherschutzgesetzes pathologisch verändert ist und damit als Lebensmittel untauglich. VIER PFOTEN fordert als nächsten Schritt die sofortige Entsorgung des untauglichen Materials auf allen betroffenen Märkten und Supermarktketten. Um der Forderung Nachdruck zu verleihen sind u.a. an Spar Gourmet, Geflügel Jahn, Pöhl am Naschmarkt, Meindl am Graben und Rumpel Anzeigen ergangen.

Schwere Kost:Per Gesetz sind Fettlebern zu entsorgen

Im Jahr 2005 wurden 23,6 Tonnen Fettlebern von Gänsen und Enten nach Österreich importiert. Sämtliches Fleisch, darunter werden alle Teile des Tieres verstanden, die essbar sind, also auch die Innereien, wird in Österreich, wie auch in der EU, von Fleischuntersuchungsorganen -in Österreich ausschließlich Tierärzte - noch direkt am Schlachthof auf die Tauglichkeit als Lebensmittel beurteilt. Fleisch, das als "untauglich" beurteilt wird, darf per Gesetz nicht in die Lebensmittelkette gelangen.

"Abgesehen davon, dass die Tiere unerträglichen Qualen ausgesetzt werden, darf eine Fettleber in Österreich nicht einmal verkauft werden. Von Genuss kann hier keine Rede mehr sein", erklärt Dr. Elke Narath, Tierärztin von VIER PFOTEN.
"Aus diesem Grund hat VIER PFOTEN Anzeige gegen u.a. Spar Gourmet, Geflügel Jahn, Pöhl am Naschmarkt, Meindl am Graben und Rumpel erstattet. VIER PFOTEN will erreichen, dass die Stopfleber aus den österreichischen Regalen verschwindet. Wir hoffen auf eine rasche Lösung im Sinne der Gesundheit", so Narath.

Stopfen: Unvorstellbares Tierleid

Das Stopfen geschieht in der Endmastphase. Die Tiere werden zu diesem Zweck in kleine Käfige gesperrt. Enten werden 2 Wochen lang 2mal täglich, Gänse 3-4 Wochen lang 3mal täglich mit einer Futtermenge von bis zu 850g gewaltsam gestopft. Das Stopfrohr wird durch den Schlund in die Speiseröhre eingeführt, der Futterbrei häufig unter Anwendung von Druckluft in den Magen gepresst. Da sich die Tiere nicht übergeben können, muss ihr Körper sich mit dieser absurden Menge an Futter auseinandersetzen.

"Die Fettleber ist ein krankes Organ, das von einem krankgemachten Tier stammt. Reizung und teilweise Verletzungen in Schlund und Speiseröhre, Atemnot dadurch, dass die enorm anwachsende Leber die Atemorgane zurückdrängt, damit verbunden auch Herzprobleme sind nur einige der körperlichen Qualen, denen die Tiere permanent ausgesetzt sind. Wenn man das weiß, bleibt einem der Bissen im Hals stecken", erklärt Dr. Elke Narath.

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