"profil": Vorwürfe gegen Staatsanwalt Schneider

Leiter der Wiener Staatsanwaltschaft bat Horngacher um "rechtliche Prüfung" eines Strafzettels

Wien (OTS) - Das Nachrichtenmagazin "profil" berichtet in seiner Montag erscheinenden Ausgabe über neue Entwicklungen im Fall des suspendierten Polizeigenerals Roland Horngacher. Laut "profil" wurde in den von den Ermittlern beschlagnahmten Unterlagen Horngachers ein Verkehrsstrafmandat gefunden, dazu ein "Beipackzettel" mit der Bitte, sich darum zu kümmern. Absender war der Leiter der Staatsanwaltschaft Wien, Hofrat Otto Schneider. Die daraufhin mit der Causa befasste Oberstaatsanwaltschaft Wien prüfte disziplinäre Maßnahmen gegen Schneider.

Überdies stand der Verdacht der Anstiftung zum Amtsmissbrauch im Raum. Wie "profil" berichtet, habe die Untersuchung ergeben, dass Schneider seinen Juristenkollegen Horngacher bloß um eine "rechtliche Überprüfung" des Strafzettels ersucht und die Strafe schlussendlich auch bezahlt habe. Das Justizministerium, das bei leitenden Staatsanwälten in disziplinären Fragen mitzuentscheiden hat, schloss sich der Meinung der Oberstaatsanwaltschaft an.

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