Darabos zu Pensionen: Pensionisten-Preisindex für Pensionserhöhung heranziehen

"Klar, dass Pensionserhöhung über 1,6 Prozent liegen muss"

Wien (SK) - Die Bundesregierung habe in den letzten Jahren für einen Pensionsverlust von acht Prozent gesorgt und damit die Kaufkraft der Pensionen entschieden geschwächt, betonte SPÖ-Bundesgeschäftsführer Norbert Darabos am Freitagnachmittag anlässlich der Sondersitzung des Nationalrates zum Thema "Pensionserhöhung". Daher sei die jetzige Diskussion, die Pensionen über das Ausmaß von 1,6 Prozent hinaus zu erhöhen, "grundsätzlich zu begrüßen" - allerdings sei für diese Erhöhung mit dem Pensionisten-Preisindex jener Index "heranzuziehen, der die PensionistInnen auch tatsächlich betrifft". Es sei weiters völlig klar, dass die Pensionserhöhung "über 1,6 Prozent liegen muss", so Darabos mit Blick darauf, dass nunmehr auch die ÖVP erfreulicherweise auf diesen Kurs eingeschwenkt sei. ****

Die heute von der FPÖ beantragte Sondersitzung zur Pensionserhöhung sei grundsätzlich richtig, allerdings sei daran zu erinnern, dass die Strache-Partei - deren Antrag offenbar "von schlechtem Gewissen getragen" sei - in der Vergangenheit all jene Beschlüsse mitgetragen hat, die zu Pensionskaufkraftverlusten geführt haben, erklärte der SPÖ-Bundesgeschäftsführer. Die Verantwortung für die Benachteiligung der Pensionistinnen teilten sich damit ÖVP, BZÖ und FPÖ gleichermaßen.

Aber auch ein kurzer Blick auf entsprechendes Zahlenwerk belege deutlich die Schwächung der Pensionskaufkraft in den letzten Jahren. So habe die Inflationsrate im Jahr 2000 ganze zwei Prozent betragen, die Pensionsanpassung habe allerdings nur 0,6 Prozent ausgemacht. Während die Inflation im Jahr 2001 2,3 Prozent betragen habe, habe man nur magere 0,8 Prozent pensionsangepasst. Auch für 2003 biete sich ein ähnliches Bild: Hier stehen sich 1,3 Prozent Inflationsrate und 0,5 Prozent Pensionsanpassung gegenüber. Die Sozialdemokraten hingegen "haben für die PensionistInnen in Österreich viel getan", unterstrich Darabos.

Gerade jene Generation, die Österreich aufgebaut hat, verfüge über "keine Lobby im gewerkschaftlichen Sinne", daher werde die SPÖ "dafür eintreten und ist auch ganz sicher, dass am 29. November gemeinsam in diesem Haus eine Pensionserhöhung beschlossen werden kann, die mindestens 1,9 Prozent für die PensionistInnen bedeutet". Grundsätzlich aber sei klar, dass für die Pensionserhöhung der Pensionisten-Preisindex heranzuziehen sei, wiederholte Darabos abschließend. (Schluss) mb

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