Gusenbauer fordert Anhebung der Pensionen um 1,9 Prozent

Pensionistenpreisindex Grundlage für Pensionserhöhung - Ausgleichszulagenrichtsatz über Armutsgrenze

Wien (SK) - Eine Erhöhung der Pensionen um 1,9 Prozent sowie eine Anhebung des Ausgleichszulagenrichtsatzes über die Armutsgrenze forderte SPÖ-Vorsitzender Alfred Gusenbauer am Freitag in einer Sondersitzung des Nationalrates. Derzeit sei der Ausgleichszulagenrichtsatz unter dem, was als Armutsgrenze definiert ist, machte Gusenbauer deutlich. "Zu sagen 'Altern in Würde' und zugleich Pensionshöhen unter der Armutsgrenze, ist nicht in Ordnung." Eine Anhebung des Ausgleichzulagenrichtsatzes über die Armutsgrenze und eine Pensionsanpassung in der Höhe des Pensionistenpreisindexes sei daher "der faire und gerechte Weg", den sich die PensionistInnen verdient hätten. ****

Die PensionistInnen seien eine Bevölkerungsgruppe, die ganz besonders auf die Politik angewiesen sei, betonte der SPÖ-Vorsitzende. Die PensionistInnen müssten sich darauf verlassen können, dass sie sich über die Pensionsversicherungen und die Pensionszahlungen einen vernünftigen Lebensabend leisten können. Für die PensionistInnen wirke sich umso stärker aus, dass das Leben da und dort teurer geworden ist. So würden etwa weibliche Singlehaushalte 55 Prozent ihrer Ausgaben für die Wohnungskosten aufwenden - betroffen davon seien vor allem Pensionistinnen. Weiters wirke sich der Anstieg der Energiekosten und der Grundnahrungsmittelspreise (Obst und Gemüse in den letzten Jahren um über 40 Prozent gestiegen) bei PensionistInnen ganz besonders aus.

Daher gelte es, so Gusenbauer, auf die besondere Lebenslage der PensionistInnen Rücksicht zu nehmen. Daher wäre der Pensionistenpreisindex (PPI) eine faire Berechnungsgrundlage, der die besonderen Lebensgewohnheiten berücksichtigt. Eine Erhöhung der Pensionen um 1,9 Prozent, sprich in der Höhe des PPI, würde dazu führen, dass die Kaufkraft der PensionistInnen gewährleistet ist. Dies sei keine überzogene Forderung, wenn man bedenke, dass die Pensionen in den letzten Jahren nur einmal in der Höhe der Inflationsrate erhöht wurden, so Gusenbauer.

Der SPÖ-Chef wies außerdem darauf hin, dass immer mehr PensionistInnen an der Armutsgrenze leben. Angesichts einer boomenden Wirtschaft sei es daher selbstverständlich, dass auch die älteren Menschen Anteil am Aufschwung haben. Daher wäre es sinnvoll, wenn mittels einer Gesetzesänderung künftig die Anhebung der Renten stets nach dem PPI erfolgt, erklärte Gusenbauer abschließend. (Schluss) ps

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