Grossmann zum Tag der Kinderrechte: Leere Worte helfen nicht!

Wien (SK) - SPÖ-Kinder- und Jugendsprecherin Elisabeth Grossmann teilt die Kritik der Jugendvertretung an der Kinder- und Jugendpolitik der letzten Jahre. Es sind ein fataler Stillstand und auch Rückschritte im Bereich der Kinder- und Jugendrechte zu beobachten. Die Regierungspolitik der letzten Jahre hat für die Kinder keine Besserungen sondern Verschlechterungen gebracht", kritisierte die SPÖ-Kinder- und Jugendsprecherin am Freitag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. ****

Grossmann verweist in diesem Zusammenhang auf die seit Jahren steigende Jugendarbeitslosigkeit und den hohen Anteil an prekären Jobs für Jugendliche. Reguläre Arbeitsverhältnisse sind bereits die Ausnahme. "Das heißt, dass es Jugendlichen in vielen Fällen gar nicht erst gelingt in das System der sozialen Sicherheit hineinzukommen. Das Auffangnetz durch Arbeitslosengeld und Notstandshilfe reicht oft nicht aus und immer mehr junge Menschen rutschen in die Armutsfalle, gelten als akut arm oder armutsgefährdet", betonte Grossmann. Der Kreislauf nach unten beginnt bereits früher. Heute hängt das Bildungsniveau oftmals von der "Geldbörse" der Eltern ab. Armut, Gewalt und Suchtverhalten gehören für viele Kinder heute zur Tagesordnung. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass die Suchtproblematik unter Jugendlichen (Alkohol, Nikotin, illegale Drogen aber auch Spielsucht) in den letzten Jahren sprunghaft angestiegen ist. Abgesehen von der Vorbildwirkung durch Erwachsene müssen Präventionsmaßnahmen bzw. Therapiemöglichkeiten dringend ausgebaut werden, stellte Grossmann fest.

Auch der Bereich des Unterhaltsrechts muss in Richtung eines Unterhaltssicherungssystems ausgebaut werden, da das derzeitige Vorschusssystem zu viele Lücken offen lässt, so Grossmann.

"Um den Wert von Kinder- und Jugendrechten auch entsprechend rechtlich zu dokumentieren ist es auch höchste Zeit Kinder- und Jugendrechte in der Verfassung zu verankern. Und zwar nicht als leere Worthülse sondern als Grundrecht mit durchsetzbarem Rechtsanspruch. Daran soll nicht nur am internationalen Tag der Kinderrechte erinnert werden sondern es muss primäre Aufgabe einer künftigen Regierungspolitik sein", schloss Grossmann. (Schluss) up/mm

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