Grüne Wien fordern Runden Tisch zur Sexarbeit

Vana widerspricht Aussagen von SP-Straubinger - Beratungsangebot in Wien nicht ausreichend

Wien (OTS) - Die Stadträtin der Grünen Wien, Monika Vana, widerspricht den Aussagen von SP-Gemeinderätin Straubinger, das Angebot der Stadt Wien zur Beratung für Sexarbeiterinnen würde ausreichen. "Dies ist keineswegs der Fall. Derzeit sind in Wien im Bereich Sexarbeit der Verein Lefö und das Equal Projekt SOPHIE, welches mit 2007 endet, tätig. Was fehlt, ist eine dauerhaft finanziell abgesicherte, niederschwellige Beratungseinrichtung für SexarbeiterInnen, die auch für die große Gruppe der SexarbeiterInnen mit Migrationshintergrund offen steht."

Handlungsbedarf wird von den Grünen Wien - im Gegensatz zur SPÖ -auch im Bereich der Hilfsangebote für minderjährige Prostituierte geortet. Wie in einer aktuellen Studie zur Situation von Minderjährigen Prostituierten der Diplomsozialarbeiterinnen Tener und Ring festgestellt wird, geht das Angebot am Bedarf vorbei und weist Lücken auf .Vana: "Eine eingehende Prüfung der Versorgung- und Beratungslage auf die Bedürfnisse dieser jungen Frauen halten wir daher für dringend notwendig." Die Grünen Wiien bringen nun einen entsprechenden Antrag in die nächste Sitzung des Gemeinderats ein.

Die Grünen Wien fordern einen Runden Tisch mit ExpertInnen und NGOs zur Reform des Wiener Prostitutionsgesetzes, die Aufhebung der Sittenwidrigkeit von Prostitution und der Meldepflicht bei der Polizei.

Schätzungen zufolge arbeiten in Wien ca. 5000 - 7000 SexarbeiterInnen, die meistens nicht offiziell registriert sind. "Sexarbeit ist immer noch ein Tabuthema und Sexarbeiterinnen eine marginalisierte Gruppe. Sie haben kaum Rechte und werden kriminalisiert. "Zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitssituation von SexarbeiterInnen ist es unbedingt notwendig, Prostitution zu entkriminalisieren und als Arbeit anzuerkennen, stellt Vana klar. "Gute Schutzbestimmungen und bedürfnisorientierte Beratungseinrichtungen für minderjährige SexarbeiterInnen dürfen nicht fehlen", schließt die Stadträtin.

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