Lichtenecker: UN-Klimakonferenz brachte wieder nur 'heiße Luft'

Grüne fordern klare Ziele für den Klimaschutz

Wien (OTS) - "Dass die UN-Klimakonferenz keine Lösung für ein Kyoto Folgeabkommen nach 2012 brachte, bedeutet einen schweren Rückschlag im Kampf gegen den globalen Klimawandel", erklärt Ruperta Lichtenecker, Umweltsprecherin der Grünen, zum Ausgang der UN-Klimakonferenz in Nairobi.

Die letzten drei Tage diskutierten rund 100 UmweltministerInnen im sogenannten High-level Segment über die Zukunft des Kyoto Protokolls, unter dem sich 35 Industriestaaten verpflichtet haben, ihren CO2 Ausstoß zwischen 2008 und 2012 um fünf Prozent unter das Niveau von 1990 zu senken. "Es besteht umgehender Handlungsbedarf sich international für eine weiteres Abkommen nach 2012 zu verpflichten, um der drohenden Klimakatastrophe nach 2012 nicht ohne ein wirksames Instrument gegenüberzustehen", warnt Lichtenecker.
Zahlreiche Studien und Berichte der letzten Wochen und Monate belegen, dass ohne klare Ziele und konkrete Maßnahmen für weitgehende CO2-Einsparungen sich das Ausmaß der Klimakatastrophe drastisch verschlimmern wird. Ohne einen Kurswechsel prognostiziert die Internationale Energieagentur (IEA) einen Anstieg der Treibhausgasemissionen um 55 Prozent bis 2030. Dazu kommt, dass der Klimawandel enorme Schadenskosten verursacht, die die Budgets der Nationalstaaten massiv belasten. "Es ist höchste Zeit für die Energiewende: Raus aus Öl und Atom hin zu erneuerbaren Energien und Energieeffizienz. Das schützt die Umwelt und schafft Arbeitsplätze", so Lichtenecker und weiter: "Die internationale Klimapolitik braucht aktive Nationalstaaten, die voranschreiten. Das Klimaschutzschlusslicht Österreich ist dazu derzeit nicht in der Lage", übt Lichtenecker Kritik am Versagen von Minister Pröll.

Derzeit ist Österreich meilenweit von der Erreichung seines Kyotoziels, die Reduktion von Treibhausgasemissionen bis 2012 um 13 Prozent, entfernt.
Die Grünen fordern, dass die weltweiten Treibhausgas-Emissionen auf globaler Ebene bis 2050 um mindestens 50 Prozent reduziert werden. Die Industriestaaten müssen dazu ihre Emissionen bis 2020 um 30 Prozent und bis 2050 um 80 Prozent senken. Diese Ziele sollen sowohl auf internationaler Ebene (UN-Klimaschutzverhandlungen) als auch auf EU-Ebene (EU-Energiepaket, Post-Kyoto-Regelung) sowie für Österreich auch innerstaatlich gesetzlich verbindlich fixiert werden.

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