Volkshilfe: Armutsprävention ist Schutz von Kinderrechten

Weidenholzer fordert Verankerung von Kinderrechten in der Verfassung, auch zentrale Kinderrechte in Österreich nicht eingehalten.

Wien (OTS) - Der Internationale Tag der Kinderrechte am 20.
November 2006 ist für den Präsidenten der Volkshilfe Österreich Univ.-Prof. Dr. Josef Weidenholzer Anlass für die Forderung, "die UN-Kinderrechtekonvention in Österreich endlich auch in den Verfassungsrang zu heben. Das ist ein dringend benötigtes Signal, dass Kinderrechte ernst genommen werden und ein Verstoß auch entsprechende Rechtsfolgen nach sich zieht. Der Stellenwert der Kinderrechte muss auch in Österreich erhöht werden, eine verfassungsmäßige Absicherung ähnlich der Menschenrechtskonvention ist daher überfällig." Weiters weist Weidenholzer darauf hin, "dass unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in Österreich nach wie vor in Schubhaft genommen werden, das ist eine fortgesetzte Missachtung von Kinderrechten."

Weidenholzer betont auch das "Recht aller Kinder auf eine adäquate Ausbildung und Förderung und auf ein Aufwachsen in Sicherheit. Aber durch die zunehmende gesellschaftliche Spaltung in Österreich in Arm und Reich werden diese zentralen Kinderrechte oft missachtet. Daher ist mein Appell an die nächste Bundesregierung, egal wie sie zusammengesetzt ist, dringend etwas gegen die steigende Armut in unserem Land zu unternehmen. Armutsprävention ist der beste Schutz von Kindern. Denn 113 000 Kinder in Österreich leben in akuter Armut. Das ist der Nährboden für unzählige Verstöße gegen die Rechte von Kindern durch Gewalt und Missbrauch jeder Art."

Die Volkshilfe engagiert sich in der laufenden Kampagne "Armut tut weh" mit Margit Fischer gegen die steigende Armut in Österreich. Mit den Spendengeldern wird vorzugsweise Kindern und Familien mit Kindern geholfen, die sich in akuten Notsituationen befinden.

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Volkshilfe Österreich "Armut tut weh"
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