Kaum Verantwortungsbewusstsein bei heimischen Diskontern.

"Konsument"-Test zeigt: Großer Nachholbedarf im Vergleich zu Supermärkten.

Wien (OTS) - Auch wenn sie häufig unter Kritik stehen: Der Trend
am Lebensmittelsektor geht eindeutig in Richtung Diskonter. In Österreich beträgt ihr Marktanteil inzwischen 25 Prozent, in anderen Ländern wie beispielsweise Deutschland sind sogar 40 Prozent der Lebensmittelgeschäfte dieser Kategorie zuzuordnen. Das Testmagazin "Konsument" geht in seiner Dezember-Ausgabe der Frage nach, ob mit der wachsenden Bedeutung am heimischen Lebensmittelssektor auch das -bislang kaum vorhandene - Verantwortungsbewusstein der Diskonter gestiegen ist. Das Ergebnis enttäuscht: Zwar bieten immer mehr Billigläden Bio- und Fairtrade-Produkte an, eine umfassende gesellschaftliche Verantwortung geht damit aber nicht einher.

Nur vier der insgesamt 21 europäischen Handelsketten, die die Zeitschrift "Konsument" gemeinsam mit fünf ausländischen Verbraucherorganisationen untersucht hat, waren bereit, einen Fragebogen auszufüllen. Der Rest schwieg eisern.

Fast keiner der klassischen Diskontmärkte erfüllte die Erwartungen auch nur in einem einzelnen Prüfpunkt, obwohl die Kriterien ohnehin nicht besonders streng sind und von seriösen Handelskonzernen ohne Probleme zu erfüllen sein müssten. "Um den Ethikstandard führender Supermarktketten zu erreichen, haben die Diskonter noch einen langen Weg vor sich", berichtet "Konsument"-Redakteur Peter Blazek. Besonders überrascht ist Blazek von der Tatsache, dass Lebensmittelkonzerne bei einzelnen Tochterfirmen unterschiedliche Maßstäbe hinsichtlich der sozialen Verantwortung anlegen.

Doch auch auf tiefem Niveau gibt es - wenn auch nur geringe -Unterschiede. "Hofer" und "Lidl", die mit begrenztem Sortiment eine konsequente Preispolitik verfolgen, sind eindeutige Schlusslichter. Etwas besser schneiden "Plus"/"Zielpunkt" und "Penny" ab, die in puncto Umwelt- und Sozialpolitik gewisse Ansätze zeigen. So hat "Plus"/"Zielpunkt" als einziger in Österreich aktiver Diskonter die Erwartungen zumindest in einem Teilbereich erfüllt - das Unternehmen hat Konsumentenanfragen freundlich und ausführlich beantwortet.

Details zum aktuellen Ethiktest der Zeitschrift "Konsument" sind in der Dezember-Ausgabe des Testmagazins nachzulesen.

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Testmagazin "Konsument"
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