AK-Sonderkonzert am 20. November im Brucknerhaus Linz: Das Wiener Ensemble "Amarcord" spielt Erik Satie

Linz (OTS) - Am Montag, 20. November, um 19.30 Uhr bringt
AK-Kultur das Wiener Ensemble "Amarcord" mit Werken des französischen Avantgardemusikers Erik Satie ins Linzer Brucknerhaus. Als Stargast mit dabei ist die serbische Pianistin Branca Parlic. Für AK-Mitglieder gibt es im Rahmen des "AK-Kulturmonats November" Eintrittskarten um nur 10 Euro. Der Normalpreis für Sitzplätze beträgt 17 Euro.

Vor 100 Jahren gab sich der französische Komponist und Pianist Alfred Eric Leslie Satie im Alter von 40 Jahren den Künstlernamen Erik Satie. Er hatte großen Einflusses auf zeitgenössische Künstler wie den Autor Jean Cocteau oder die Komponisten Claude Debussy und Maurice Ravel. Legendär ist seine Zusammenarbeit mit dem jungen Pablo Picasso (Kostüme und Bühnenbild), Jean Cocteau (Libretto) und dem Russen Diaghilev (Choreographie) für das skandalumwitterte Ballett "Parade" (1917). Dennoch geriet sein Werk nach seinem Tod 1925 in Vergessenheit.

Erst 1948 brachte John Cage mit seinem berühmten "Plädoyer für Satie" den Komponisten in das Bewusstsein der Avantgarde zurück. Mitte der 60er-Jahre wurde dessen stark reduzierte Stil von Musikern wie Philip Glass oder Steve Reich aufgegriffen und als "Minimal Music" interpretiert. Ende der 70er-Jahre entwickelte Brian Eno auf dieser Basis den Begriff "Ambient Music" - und Ende des 20. Jahrhunderts schaffte diese Stilrichtung auch den Durchbruch in kommerzielle Bereiche, wie Film- und Pop-Musik.

Heute beruft sich nicht nur die Avantgarde der "klassischen Moderne" auf Erik Satie, sondern auch weltweit erfolgreiche Pop-Musiker wie Jimi Tenor. Bei dieser Bandbreite ist es durchaus gerechtfertigt, Erik Satie als Stammvater der Neuen Musik zu bezeichnen. Erst ein Rückblick auf die Musikgeschichte des 20. Jahrhunderts beweist, wie weit er als Musiker und Komponist seiner Zeit voraus war.

Das Wiener Quartett "Amarcord" (Sebastian Gürtler - Geige, Michael Williams - Cello, Gerhard Muthspiel - Kontrabass, Tommaso Huber -Akkordeon) hat sich intensiv mit dem Werk Saties auseinandergesetzt. Obwohl die Musiker ihre Wurzeln in der klassischen Musik haben, verschreibt sich das Ensemble keiner bestimmten Musikrichtung. Amarcord erregt mit Interpretationen von so unterschiedlichen Komponisten wie Astor Piazzolla, Modest Mussorgskij oder eben Erik Satie ebenso Aufsehen wie mit ihren eigenwilligen Bearbeitungen ethnischer Musik aus allen Himmelsrichtungen.

Der spielerische Umgang mit den Werken von Erik Satie unterscheidet Amarcord grundsätzlich von der Arbeitsweise klassischer Ensembles. Ungezügelte Spiellust geht diesen vier Herren vor Werktreue - und dennoch gelingt es dem Quartett, auch beim Fachpublikum für helle Begeisterung zu sorgen.

Was aber, wenn sich das ungezügelte Quartett aus Wien eine Konzertbühne mit der überaus "werktreuen" Branka Parlic teilen muss -einer Pianistin aus Serbien, die sich seit Mitte der 80er permanent mit der Musik von Erik Satie beschäftigt?

Die Antwort auf diese spannende Frage erfährt man am Montag,
20. November, um 19.30 Uhr im Brucknerhaus Linz. Branka Parlic und Amarcord werden an diesem Abend erstmals gemeinsam auf einer Konzertbühne stehen.

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