Gewerkschaftswahlen in der GPF: Gewinne für FSG

Gewerkschaftswahlen in der Gewerkschaft der Post- und Fernmeldebediensteten sind geschlagen - Zugewinne der Sozialdemokraten

Wien (GPF/ÖGB) - Die gewerkschaftsinterne Wahl für die Zusammensetzung der Organe und Gliederungen der Gewerkschaft der Post- und Fernmeldebediensteten (GPF) vom 13. bis 15. November 2006 brachte eindeutige Ergebnisse bei einer Wahlbeteiligung von 79 Prozent der wahlberechtigten Mitglieder.++++

Laut vorläufigem Endergebnis der Gewerkschaftswahlen entfielen auf die Fraktion Sozialdemokratischer Gewerkschafter (FSG) 67,4 Prozent. Das entspricht einem Gewinn von 2 Prozent im Vergleich mit der letzten Wahl im Jahr 2002. Auf die christlichen Gewerkschafter (FCG) entfielen 29 Prozent, das ist ein Verlust von 0,8 Prozent im Vergleich zu 2002. Die freiheitlichen Arbeitnehmer (FA) fuhren ebenfalls einen Verlust von 0,8 Prozent ein, der gewerkschaftliche Linksblock (GLB) verlor 0,3 Prozent.

"Das ist ein starker Vertrauensbeweis für die Arbeit unserer Gewerkschaft in den letzten Jahren", sagte GPF-Vorsitzender Gerhard Fritz in einer ersten Reaktion auf das Wahlergebnis.

Bekanntlich hatte die derzeit noch amtierende Regierung einschneidende Maßnahmen in den Betrieben des GPF-Vertretungsbereiches gesetzt. Der Postbus wurde teilprivatisiert und dann zur Gänze an die ÖBB verkauft, die Telekom Austria zum Teil verkauft und die Post AG an der Börse teilprivatisiert. Das alles passierte gegen den erklärten Widerstand der Bevölkerung und trotz der Abwehrmaßnahmen der Gewerkschaft. In einer breit angelegten Kampagne - "Ausverkauf  Nicht mit uns!" - wurde über die Ausverkaufspläne informiert und der Bevölkerung die Folgen aufgezeigt, die diese Pläne für sie ganz persönlich haben würden.

ÖGB, 16. November
2006 Nr. 761

Rückfragen & Kontakt:

Walter Sumetsberger
Gewerkschaft der Post- und Fernmeldebediensteten
Biberstraße 5
1010 Wien
Tel. 01/5125511

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NGB0006