Konjunktur sorgt für Hoffnungsschimmer in der Finanzgebarung der sozialen Krankenversicherung

Hauptverbands-Vorsitzender Erich Laminger sieht positiven Trend bei Krankenkassen

Wien (OTS) - Zwar nach wie vor im Minus, aber dennoch besser als noch vor drei Monaten prognostiziert verläuft die finanzielle Entwicklung in der sozialen Krankenversicherung. Demnach rechnen die 21 Krankenversicherungsträger in ihrer November-Prognose bei einem Gesamtbudget von 12,4 Milliarden Euro für das Gesamtjahr 2006 mit einem vorläufigen Gebarungsabgang von 114 Millionen Euro. Noch im August dieses Jahres haben die Krankenversicherungen für 2006 einen Abgang in Höhe von 154 Millionen Euro prognostiziert.
"Die Ergebnisprogonse hat sich gegenüber den Werten von Mai und August dieses Jahres zwar signifikant verbessert, ist aber noch nicht ausreichend genug, um von einer deutlichen Trendwende in Richtung einer ausgeglichenen Gebarung sprechen zu können", kommentiert der Verbandsvorsitzende des Hauptverbandes der österreichischen Sozialversicherungsträger, Dr. Erich Laminger, die vorläufige Ergebnisentwicklung sämtlicher Krankenversicherungen.
Während die bundesweiten Träger (VAEB, BVA, SVA, SVB) sowie die Betriebskrankenkassen insgesamt ein Plus von 112,1 Mio. Euro erwarten, prognostizieren alle Gebietskrankenkassen zusammen ein Minus von 225,7 Mio. Euro. Vor drei Monaten haben die neun Gebietskrankenkassen allerdings noch mit einem Gesamtabgang von 253,6 Mio. Euro gerechnet. Dabei haben mit Ausnahme der Vorarlberger Gebietskrankenkasse sämtliche anderen Gebietskrankenkassen ihre Erwartungen gegenüber der Sommerprognose teilweise erheblich verbessert.
Zufrieden ist der Vorsitzende des Verbandsvorstandes mit der Entwicklung der Beitragseinnahmen und des Verwaltungsaufwandes. Für das Gesamtjahr 2006 rechnen die Krankenversicherungen aufgrund der steigenden Beschäftigung mit einem Einnahmenanstieg von 4,2 Prozent. Der Verwaltungsaufwand wird dagegen lediglich um 2,9 Prozent steigen. Bei den Ausgaben für Medikamente und ärztliche Hilfe gehen die Krankenversicherungen mit einem Anstieg von 6,9 Prozent (Medikamente) bzw. 4,3 Prozent (ärztliche Hilfe) davon aus, dass diese Aufwendungen im Gesamtjahr 2006 prozentuell über dem Anstieg der Beitragseinnahmen liegen werden.
"Die Gebietskrankenkassen bereiten weiterhin Sorgen, Verunsicherung ist aber dennoch nicht angebracht. Vielmehr ist darin eine Aufforderung zu weiteren strukturellen Maßnahmen zu verstehen", meint Laminger abschließend.

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