Seeber: Hallo Europa - Man spricht (nicht) Deutsch

Jahresbericht 2005 des Europäischen Bürgerbeauftragten präsentiert

Strassburg, 16. November 2006 (ÖVP-PD) "Die Analyse ist bekannt und wird auch im Jahresbericht 2005 des Europäischen Bürgerbeauftragten neuerlich bestätigt: Die Europäische Union braucht mehr Bürgernähe und Transparenz. Die EU-Bürger sind nicht ausreichend über die Arbeit der EU informiert. In fast einem Viertel aller untersuchten Beschwerden wurde fehlende Transparenz bemängelt. Bleibt die Frage, ob diese immer wiederkehrenden Beschwerden irgendwann einmal in Rat und Kommission auf offene
Ohren stoßen", sagte heute, Donnerstag, der ÖVP-Europaabgeordnete Dr. Richard Seeber anlässlich der Präsentation des Jahresberichtes 2005 des EU-Bürgerbeauftragten im Europäischen Parlament in Strassburg. ****

Insbesondere sprachliche Barrieren stünden nach wie vor zwischen der Arbeit der EU-Institutionen und einer größeren Bürgernähe aus Basis eines möglichst breiten und einfachen Informationszugangs. In diesem Zusammenhang müssten auch die Veränderungen im aktuellen Sprachgefüge der EU berücksichtigt werden: "Nach der EU-Erweiterung spricht jeder dritte EU-Bürger Deutsch. Die Internetpräsenz beispielsweise der jeweiligen Ratspräsidentschaft gibt stur auf Englisch, Französisch und in der Sprache der jeweiligen Präsidentschaft Auskunft über das segensreiche Wirken. Dabei wird offenbar komplett übersehen, dass Deutsch die am weitesten verbreitete Muttersprache in der EU und nicht zuletzt im Zuge der Erweiterung nach Englisch die am meisten verbreitete Sprache unter den EU-Bürgerinnen und Bürgern insgesamt ist", so Seeber.

Nicht nur sprachliche Barrieren würden jedoch den EU-Bürgern bei der Unterscheidung der EU-Institutionen Probleme bereiten. "Über das Internetportal 'www.europa.eu' gelangt man zwar schon jetzt zu allen EU-Institutionen, es fehlt aber die erforderliche Übersichtlichkeit, um die präsentierten Informationen dem interessierten Bürger rasch und einfach begreifbar zu machen", sagte Seeber. "Ein 'Mehr' an Information führt bekanntlich nicht immer zu einem besseren Verständnis. Auch die sprachliche Komplexität verwirrt mehr als sie informiert. Kommunikation entsteht beim Empfänger. Darüber sollten auch einmal die Internet-Gestalter der Kommission nachdenken", wünscht sich Seeber abschließend, der seine eigene Homepage (www.richard-seeber.at) von Schülerinnen und Schülern aus Tirol gestalten ließ, um genau diesem Problem effizient zu begegnen.

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