GPA-Bundesforum: Offener Brief an KiK-Geschäftsführung

Delegierte über mitbestimmungsfeindliche Haltung empört

Wien (GPA/ÖGB) - Die Reaktion der Geschäftsführung der Firma KiK auf die GPA-Verteilaktion am 11. Oktober 2006 war auch Gegenstand der Debatte beim 2. GPA-Bundesforum. Die Delegierten haben sich für einen Offenen Brief an die KiK-Geschäftsführung ausgesprochen.++++

Nachstehend der Offene Brief im vollen Wortlaut:

KiK GesmbH
z. H. Hrn Mag. Seebacher
Albert Schweizer-Gasse 7
A-1140 Wien

Datum: 16.11.2006

Untragbare Vorfälle bei KiK

Sehr geehrter Herr Mag. Seebacher!

Das 2. Bundesforum der GPA ist über die mitbestimmungsfeindliche Haltung des Managementes von KiK empört. Die Delegierten des Bundesforums finden es untragbar, dass Sie die Verhinderung einer Betriebsratswahl in Ihrem Unternehmen zumindest dulden. Sie verweigern Ihren Angestellten das legitime und demokratische Grundrecht, sich zu organisieren und ihre Anliegen durch frei gewählte VertreterInnen vertreten zu lassen.

Auf das Schärfste verurteilen wir aber Ihren Versuch, durch eine gezielte "Vernaderungsaktion" BetriebsrätInnen und FunktionärInnen der GPA bei ihren Dienstgebern anzuschwärzen. Durch diese untragbare Vorgehensweise versuchen Sie, das sozialpartnerschaftliche Klima in zahlreichen Betrieben zu belasten. Sie haben sich damit selbst außerhalb des sozialpartnerschaftlichen Rahmens gestellt!

Unsere Kolleginnen und Kollegen werden auch weiterhin die Beschäftigten bei KiK mit Informationen über ihre Rechte und Möglichkeiten informieren. Das Recht, sich in Gewerkschaften zu organisieren und für seine Rechte zu kämpfen ist durch die Konventionen der ILO geschützt. Wir fordern Sie auf, diese zu achten.

Es ist uns ein Rätsel, was Sie zu verbergen haben, dass Sie mit dieser Vehemenz die Wahl eines Betriebsrates und die rechtliche Information der Beschäftigten durch die Gewerkschaft verhindern.

Wir fordern Sie auf, mit uns in den Dialog zu treten und einer gemeinsamen Untersuchung der Arbeitsbedingungen bei KiK zuzustimmen. Desgleichen erwarten wir, dass Sie Betriebsratswahlen nicht weiter behindern und den gesetzlichen Bestimmungen nachkommen.

Im Namen der Delegierten des 2. Bundesforums der GPA

Wolfgang Katzian (Vorsitzender)
Karl Proyer (BGF-Stellvertreter)
Manfred Wolf (Wirtschaftsbereichssekretär)

ÖGB, 16. November
2006 Nr. 760

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