ARBÖ warnt: Nebel und Nieselregen - eine gefährliche Mischung für Auto- und Radfahrer

Besondere Vorsicht für und vor "unsichtbaren" Radfahrern - Im Vergleich zum Gesamtjahr viele Unfälle in den "unfreundlichen" Monaten Jahres

Wien (OTS) - Die Schönheit der sonnigen Novembertage beginnt zu bröckeln. Nebel, Hochnebel und Nieselregen sorgen in den kommenden Tagen in vielen Landesteilen für jahreszeitadäquate feuchtnasse Straßenverhältnisse. "Verwöhnt von trockenen Fahrbahnen und Sonnenlicht müssen sich die Autofahrer nun wieder an raueres Klima und schlechte Sichtverhältnisse gewöhnen", betont der technische Schulungsleiter des ARBÖ, Gottfried Moser.

Deshalb gilt: erhöhte Aufmerksamkeit und Abstand halten. Geschwindigkeit den Verhältnissen anzupassen. "Denn feuchte Straßen verlängern den Bremsweg, bei schlechter Sicht sind Entfernungen schwerer einzuschätzen", so Moser. Ist die Straße trocken, steht der Pkw bei Tempo 100 durchschnittlich nach 55 Metern. Bei Nässe sind es hingegen 77 und auf feuchtem Laub gar 256 Meter.

Zwt: Besonders gefährdet sind Radfahrer

Düstere Lichtverhältnisse, Windböen und rutschige Fahrbahnen steigern vor allem das Unfallrisiko für Radler enorm. Das zeigt auch die Statistik: Denn gerade in den radfahrunfreundlichen Monaten des Jahres, in dem die Zahl der Radfahrer im Vergleich zum Gesamtjahr sehr gering ist, gibt es noch immer zahlreiche Unfälle.

So kam es im Vorjahr in den Monaten September bis Dezember 2005 zu 1.490 Unfällen, an denen Radfahrer beteiligt waren. Das sind trotz relativ geringem Radfahrer-Aufkommen (weil schlechteres Wetter) immerhin 27 Prozent der Radfahrunfälle des Gesamtjahres 2005. Dabei wurden 15 Radfahrer (31 % des Gesamtjahres 2005) getötet und 1.463 (27 Prozent des Gesamtjahres) verletzt.

"Nur allzu leicht übersieht man die leider oft schlecht oder unbeleuchteten Pedalritter. Die Autofahrer müssen also besonders achtsam sein und vor allem beim Überholen den Sicherheitsabstand unbedingt einhalten", betont der ARBÖ-Experte, der einige Tipps für Radfahrer zusammenstellt hat.

ARBÖ-Sicherheitstipps für herbstliche Radfahrer:

  • Immer daran denken, dass Radfahrer bei Nebel oder Regen von Autofahrern schlechter wahrgenommen werden.
  • funktionierende Beleuchtung am Rad, um gesehen zu werden.
  • bunte, reflektierende Kleidung - am besten die Warnweste -anziehen.
  • Atmungsaktive Regen-Thermojacken schützen gegen Nässe und Auskühlung.
  • Winterfeste Radler tragen Schuhe mit rutschfester Sohle.
  • Auf den Radhelm nicht vergessen, am besten aus Kunststoff mit Hartschaumstoff-Innenschale.
  • Handschuhe schützen bei Stürzen.

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