Hinterleitner: Verantwortungsvolles Miteinander von Rauchern und Nichtrauchern

Freiwillige Vereinbarung für genügend Nichtraucherbereiche in Gastronomiebetrieben wird bis Ende des Jahres umgesetzt

Wien (PWK750) - Bezug nehmend auf die aktuelle Diskussion zu generellen Rauchverboten in der Gastronomie, betonte der Obmann des Fachverbandes Gastronomie, Helmut Hinterleitner, dass ein "verantwortungsbewusstes und verantwortungsvolles Miteinander von mündigen Bürgern - ein Nebeneinander von Rauchern und Nichtrauchern -möglich ist - auch im Sinne der österreichischen Wirtshaus- und Kaffeehauskultur."

Die österreichische Gastronomie hat in dieser Frage sogar eine Vorreiterrolle, denn "noch bevor in Italien oder Irland Rauchverbote überhaupt angedacht wurden, haben wir eine freiwillige Vereinbarung mit dem Gesundheitsministerium getroffen, ausreichend Nichtraucherbereiche in den Gaststätten einzurichten", so Hinterleitner. Die überwiegende Mehrheit der Gastwirte hat ihre Hausaufgaben bereits erfüllt und Nichtraucherbereiche entsprechend der Vereinbarung mit dem Bundesministerium eingerichtet. Gemäß der Vereinbarung müssen Gaststätten über 75 m2 40% ihrer Lokalfläche als Nichtraucherbereiche deklarieren. Hinterleitner: "Wir liegen absolut im Plansoll, die Vereinbarung bis Jahresende umzusetzen." Für jene Betriebe, die bislang noch nicht tätig geworden sind, startet die WKÖ einen finalen Aufruf unter dem Motto "Der Countdown läuft". Diese Initiative richtet sich an alle Betriebe, die bislang noch keinen Nichtraucherbereich eingerichtet haben, diesen Schritt so rasch als möglich zu setzen.

Hinterleitner kritisierte im Hinblick auf die von steirischen Landespolitikern entfachte Diskussion, dass es nicht Ziel führend sei, wenn die Landespolitik bundespolitische Regelungen zur Diskussion stelle, auch wenn dies politisch opportun sei. Außerdem sei das Argument, "in Italien funktioniere das generelle Rauchverbot in Lokalen ohne Probleme", nicht ganz richtig, da sich dort auf Grund der klimatischen Bedingungen viel mehr im Freien abspiele. In der Unterhaltungsgastronomie, die innerhalb von Gaststätten stattfinde, gebe es Umsatzrückgänge von 20 bis 30 Prozent. Vom Rauchverbot in Italien haben vor allem Unternehmen profitiert, die Zeltplanen und Heizstrahler verkaufen oder vermieten. In Irland kam es nach dem Rauchverbot in Pubs ebenso zu einem Umsatzrückgang der Gastronomie von 20 bis 30 Prozent und zu einem Abbau von rund 7.600 Jobs im Gastgewerbe.

Hinterleitner appellierte abschließend noch einmal an die Gastronomiebetriebe und die Politik: "Arbeiten wir konsequent an unserer Vereinbarung und behalten wir den österreichischen Weg einer friedlichen Koexistenz bei." (BS)

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