VP-Praniess-Kastner zum "Ganslwirt neu": Ortsänderung bringt noch keine Lösung des Drogenproblems

Zukunftsweisende Drogenpolitik fehlt nach wie vor

Wien (OTS) - "Eine reine Verlagerung der bisher angebotenen
Leistung für suchtkranke Menschen von einem Ort zu einem neuen bringt noch keine Lösung des Problems", so die Reaktion von LAbg. Karin Praniess-Kastner, Drogensprecherin der ÖVP Wien, auf den heute angekündigten Neubau des "Ganslwirtes".

"Zudem entspricht die Vorgehensweise in dieser Angelegenheit der SPÖ typischen Mentalität des ’Drüberfahrens’. Weder die zukünftigen Anrainer, noch die zuständigen Fachgremien des Gemeinderates und Landtages wurden informiert und in den Entscheidungsprozess eingebunden", kritisiert Praniess-Kastner die Einstellung der SPÖ Wien, dass ihr Wien allein gehöre.

VP-Hammerer: Bürgerbeteiligung sieht vollkommen anders aus

Auch für den Bezirksparteiobmann der ÖVP Mariahilf Gerhard Hammerer ist die heutige Bekanntmachung ein Musterbeispiel, wie man Bürgerbeteiligung nicht macht. "Die SPÖ trifft intern die Entscheidungen und die betroffenen BürgerInnen dürfen im Nachhinein darüber diskutierten, ob ihnen die Entscheidung gefällt. Ändern können sie aber natürlich nichts mehr", so Hammerer. Auch in den dafür zuständigen Bezirksgremien wie etwa der Sozialkommission habe es vorab keine Diskussion gegeben. "Wieder einmal werden gewählte Mandatare über die Medien informiert", kritisiert Hammerer.

Praniess-Kastner: "Die SP-Stadträtin Brauner ist jetzt aufgefordert, rasch zu handeln und sich zu überlegen, welche Auswirkungen diese Verlagerung für die betroffenen Menschen, das Grätzel und die nahe gelegene Station der U6 haben wird. Aber noch viel wichtiger ist es, dass die Stadt Wien ihre Drogenpolitik dahingehend ändert, um suchtkranken Menschen nachhaltige Verbesserungen und echte Hilfestellungen bieten zu können. Den Status quo beibehalten, darf nicht der Weisheit letzter Schluss bleiben."

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