Neue soziale Einrichtung entsteht in Mariahilf

Wohnplätze für SeniorInnen und "Ganslwirt" unter einem Dach

Wien (OTS) - Im Herbst des kommenden Jahres wird in Mariahilf am Gumpendorfer Gürtel 6/Wallgasse 7 der Spatenstich für ein neues Gebäude erfolgen, das mehrere soziale Angebote unter einem Dach vereint. So entstehen dort Wohnplätze für rund 60 SeniorInnen, die eine betreute Wohnmöglichkeit benötigen. In dieses Gebäude soll auch der "Ganslwirt", die sozialmedizinische Beratungs- und Betreuungsstelle für Suchtkranke, übersiedeln. Zusätzlich sollen in dem Neubau auch die Büroräumlichkeiten des Vereins Wiener Sozialprojekte (VWS) angesiedelt werden. Der Neubau wird eine Gesamtnutzungsfläche von 6.200 m2 haben. Die Bauzeit wird ca. zwei Jahre betragen. Die Baukosten betragen rund 10 Mio. Euro.****

"In der Stadt Wien können sich die Bürgerinnen und Bürger in schwierigen Lebenssituationen auf ein Netzwerk an Sozialleistungen verlassen. Wir leisten Sozialhilfe, Wohnungslosenhilfe und Behindertenhilfe. Wir pflegen und betreuen ältere Menschen. Wir beraten, behandeln und betreuen Suchtkranke und deren Angehörige. Wir helfen Wienerinnen und Wienern in psychosozialen Notlagen - und vieles mehr", so Gesundheits- und Sozialstadträtin Mag.a Renate Brauner. "Wie sehr sich die Stadt Wien ihrer sozialen Verantwortung bewusst ist, zeigt dieses Neubauprojekt in Mariahilf, das mit einem spezifischen Angebot auf spezielle Problemlagen reagiert."

Für die Bezirksvorsteherin von Mariahilf, Renate Kaufmann, stellt das neue Projekt eine deutliche Bereicherung der sozialen Bezirksaktivitäten dar: "Im 6. Bezirk hat soziale Kompetenz jahrzehntelang Tradition. Viele Menschen ziehen deshalb und wegen des offenen Klimas und des fairen Miteinanders nach Mariahilf. Die neue, leicht erreichbare soziale Einrichtung komplettiert das gute Angebot."

Der Bauträger ist die BWS (Gemeinnützige Allgem. Bau-, Wohn- und Siedlungsgenossenschaft). Geplant wird das Gebäude vom Architektenbüro Slupetzky + Kallina. Das Bauprojekt ist ein Stahlbeton-Skelettbau, wobei der "Ganslwirt" und die Büroräume des Vereins Wiener Sozialprojekte eine vorgehängte Fassade haben. Die Fassade beim Seniorenwohnheim ist in Anlehnung und in Gegensprache mit dem gegenüberliegenden U-Bahn-Bogen als Ziegelfassade konzipiert. Der Gebäudeteil, in dem der "Ganslwirt" und die Büroräume des VWS untergebracht sind, hat sechs Geschosse und ein Dachgeschoß. Die Einrichtung mit den Seniorenwohnplätzen hat sieben Geschosse und ein Dachgeschoß. In dem Gebäude sind 30 Garagenplätze als Pflichtstellplätze untergebracht.

Ausbau an sozial betreuten Wohnplätzen in Wien

Beide Einrichtungen (Wohnplätze für SeniorInnen und "Ganslwirt") im neu zu errichtenden Gebäude werden getrennte Eingänge haben. Der Eingang der SeniorInnen-Wohnplätze wird in der Wallgasse 7 sein. Dort wird die Volkshilfe Wien im Auftrag der Stadt Wien insgesamt 60 Wohnplätze für SeniorInnen anbieten. Diese richten sich an zwei Zielgruppen: Zum einen an Menschen, die unter Mehrfachproblematiken leiden und eine betreute Wohnform benötigen. Zum anderen an Personen, die einst im Geriatriezentrum untergebracht wurden, aber auf Grund ihres Genesungsfortschritts nunmehr betreut, aber nicht mehr gepflegt werden müssen.

Für die Betreuung der BewohnerInnen wird ein "multiprofessionelles" Team bestehend aus SozialarbeiterInnen, PsychologInnen und MedizinerInnen zur Verfügung stehen. Es bietet den KlientInnen die Unterstützung an, die sie benötigen, um ihren Alltag zu bewältigen und gemeinsam mit anderen BewohnerInnen Aktivitäten setzen zu können.

"Der Ausbau der sozial betreuten Wohnplätze ist erklärtes Ziel der Wiener Wohnungslosenhilfe. Bis etwa 2009/2010 sollen zusätzlich 700 bis 1000 solcher Plätze geschaffen werden. Die neue Adresse in der Wallgasse stellt einen weiteren Schritt bei der Umsetzung dieses Vorhabens dar", so Christian Neumayer, Leiter der Wohnungslosenhilfe im Fonds Soziales Wien (FSW).

"Ganslwirt" verändert den Standort um einige hundert Meter

Auf der anderen Seite des Neubaus, am Gumpendorfer Gürtel, wird sich der Eingang des "Ganslwirt" befinden. Dieser übersiedelt aus der Esterhazygasse, weil das Gebäude dort dringend sanierungsbedürftig ist.

Im "Ganslwirt", einer Einrichtung des Vereins Wiener Sozialprojekte, wird Suchtkranken mit professioneller medizinischer und sozialarbeiterischer Betreuung beim schwierigen Weg zurück in die Gesellschaft geholfen. Der "Ganslwirt" ist eine leicht zugängliche Betreuungseinrichtung für Personen mit Suchtproblemen - insbesondere für jene, die in der Drogenstraßenszene verkehren. Bestehend aus einem Tageszentrum mit Versorgungsleistung (Duschmöglichkeit, Speise-und Getränkeabgabe etc.), einem Ambulatorium (medikamentöse Behandlung), einer Notschlafstelle und einem Journaldienst bietet sie Hilfe rund um die Uhr - 365 Tage im Jahr. Weiteres Angebot:
Beratungs- und Informationsleistungen für Angehörige und Institutionen.

"Im Ganslwirt neu haben wir die Möglichkeit, sämtliche Erfahrungen der letzten Jahre umzusetzen und qualitativ und quantitativ zu verbessern. Durch das vergrößerte Raumangebot können neue Möglichkeiten angeboten werden wie etwa Fortbildungen, Schulungen, Gruppenangebote und Angehörigenprogramme. Die Übernachtungsmöglichkeiten kann von derzeit 14 Betten auf bis zu 28 Betten gesteigert werden. Und bei der im Vergleich mehr als der doppelten Fläche im Tageszentrum kann auf die Nachfrage besser reagiert werden", so Drogenkoordinator Michael Dressel.

Zusätzlich werden die Büroräumlichkeiten des Vereins Wiener Sozialprojekte in das neue Objekt integriert. Dem "Ganslwirt" und dem VWS stehen dann insgesamt 2.200 m2 zur Verfügung.

Umfassende Information für die Bevölkerung

Um die Mariahilfer Bevölkerung frühzeitig und umfassend über das neue soziale Bauvorhaben zu informieren, wird ein Infoabend am Montag, dem 20. November 2006, von 18.00 bis 20.00 Uhr in einem beheizten Ausstellungszelt auf der derzeitigen Grünfläche am Gumpendorfer Gürtel 6 veranstaltet. Bei der Projektausstellung stehen neben der Bezirksvorsteherin Renate Kaufmann hochrangige Expertinnen und Experten aus allen zuständigen Bereichen der Stadt Wien für Fragen zur Verfügung. (Schluss) hir

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Mag. Stefan Hirsch
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Pressesprecher Fonds Soziales Wien
Tel.: 4000/66 312
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E-Mail: flo.winkler@fsw.at
Dr. Gerhard Klein
Sucht- und Drogenkoordination Wien GmbH
Tel.: 4000 87 376
E-Mail: gerhard.klein@sd-wien.at

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