Allianz Bumper Test: Weniger Schaden bei Auffahrunfällen

Allianz Zentrum für Technik präsentiert neue Form des Crashtests

Wien/München (OTS) - Das Allianz Zentrum für Technik (AZT) in München stellt einen neuartigen Crashtest vor: Der so genannte "Bumper-Test", ein Aufprallversuch speziell für die Stoßfänger, soll künftig weltweit einheitliche Standards setzen. Ziel ist es, Fahrzeugschäden bei typischen Auffahrunfällen deutlich zu reduzieren.

Die meisten Auffahrunfälle ereignen sich im Stadtverkehr bei niedrigen Geschwindigkeiten. Die Folgen sind Fahrzeugbeschädigungen in Front- und Heckbereich. Schon in den 80er Jahren hatte ein vom AZT entwickelter Reparaturcrashtest den Grundstein für die Senkung des Schadenumfangs bei einem typischen Stadtunfall gelegt.

Durch verbessertes Deformationsverhalten und die Durchsetzung reparaturfreundlicher Fahrzeugkonstruktionen konnten Schäden an der Fahrzeugstruktur verhindert und die Reparaturkosten bei verschiedenen Fahrzeugen um bis zu 50 Prozent gesenkt werden. Eine Entwicklung, von der die Versicherungswirtschaft und auch die Autofahrer profitierten. Der AZT-Reparaturtest ist der Standardtest für die Typenklassen-Einstufung in Deutschland.

Mangelnde Kompatibilität der Stoßfänger

"Leider spiegeln sich die beim so genannten Strukturtest erzielten Verbesserungen nicht in gleichem Maße im realen Unfallgeschehen wider. Ursache ist die mangelnde Kompatibilität der Stoßfängersysteme, die bei leichten Auffahrunfällen im Stadtverkehr eigentlich Schäden an anderen Fahrzeugteilen verhindern sollten", erklärt Dr. Hartmuth Wolff, Leiter der Sicherheitsforschung Kraftfahrzeugtechnik im AZT.

Schmale und zu tief oder hoch angebrachte Querträger sowie zu starre Crashboxen führen statt dessen dazu, dass sich die Stoßfänger nicht treffen und die Aufprallenergie abbauen, sondern in die weichen Strukturen des Fahrzeugs abrutschen. Dort fügen sie dem gegnerischen Fahrzeug schwere Schäden zu, ohne selbst Stoßenergie aufzunehmen. Lampen, Kühler, Kotflügel, Kühlerhaube und Klimaanlagen-Kondensatoren werden zerstört, während die Stoßfängerstrukturen selbst nicht selten unbeschädigt bleiben. "Die Reparaturkosten können in diesen Fällen zwei- bis dreimal höher sein als bei Fahrzeugen, deren Stoßfänger sich gut treffen und nicht abrutschen", so Dr. Wolff.

"Bumper-Test" simuliert Interaktion der Stoßstangen

Bei bisherigen Tests wurden die Fahrzeuge gegen eine Crashwand gefahren. Der neue Test simuliert jetzt den typischen Auffahrunfall mit der Interaktion der jeweiligen Stoßstangen. Er kann nur dann bestanden werden, wenn das Fahrzeug ausreichend hohe, die Stoßfängerbarriere weitgehend überlappende, Querträger besitzt, die über Energie aufnehmende Elemente mit der Fahrzeugstruktur verbunden sind. Mit der Entwicklung des neuen Testverfahrens unter der Federführung des AZT will die Versicherungswirtschaft international dazu beitragen, eine Verbesserung zu erzielen. Künftig sollen Stoßfänger bei allen Fahrzeugmodellen so ausgelegt werden, dass sie sich bei einem Unfall treffen und Energie aufnehmen.

Für Rückfragen im AZT kontaktieren Sie bitte Christian Weishuber, Tel.: 0049/89/3800-6858 oder christian.weishuber@allianz.de, Web-Tipp: www.allianz-azt.de

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