Für bessere Gesundheitsversorgung: Brettenthaler schlägt Fünf-Jahres-Vertrag vor

Bedarfsorientierte Finanzierungsmodelle sollen flexiblere Angebotsplanung bringen

Wien (OTS) - Wenig Erfolge bei der Entlastung der Spitäler sieht der Präsident der Österreichischen Ärztekammer (ÖÄK), Dr. Reiner Brettenthaler, in den vergangenen Jahren. Daher schlägt er der Gesundheitspolitik und den Krankenkassen einen Fünf-Jahres-Vertrag mit den Ärzten vor. Ziel ist, die Patientenbetreuung im niedergelassenen Bereich auszubauen und damit die Spitalsambulanzen essenziell zu entlasten. Voraussetzung für diesen Reformvertrag sei, dass entsprechende Finanzierungsmittel zur Verfügung gestellt würden und das bisher bestehende Vakuum zwischen Spital und Ordination mit modernen und umfassenden Gesundheitsangeboten aufgefüllt werde.

"Die Patienten stürmen nach wie vor die Spitalsambulanzen, wie aus den aktuellen Zahlen hervorgeht. Daraus lässt sich der Schluss ziehen, dass das Gesundheitsangebot im wohnortnahen Bereich nicht den tatsächlichen Bedürfnissen entspricht. Aus dieser Entwicklung müssen endlich politische Konsequenzen gezogen werden", forderte Brettenthaler in einer Aussendung am Sonntag. Gegenstand des Vertrags müssten bedarfsorientierte dynamische Finanzierungsmodelle sein, die zu einer flexibleren Angebotsplanung als bisher führen könnten.

Die Frage der bedarfsorientierten Angebotsplanung ist nach Ansicht Brettenthalers auch einer der wesentlichen gesundheitspolitischen Inhalte für die kommende Regierung. "Wie auch immer die künftige Regierungskonstellation aussieht, man wird ihre gesundheitspolitische Durchschlagskraft daran zu messen haben, inwieweit es ihr gelingt, die Herausforderung des steigenden medizinischen Versorgungsbedarfs patientennah zu meistern", betonte Brettenthaler abschließend.

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