"profil": EU-Wirtschafts- und Währungskommissar Joaquin Almunia: "Österreich muss noch Korrekturen vornehmen"

Joaquin Almunia kritisiert Österreichs Gesamtverschuldung als "relativ hoch"

Wien (OTS) - In einem Interview in der Montag erscheinenden
Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil" stellt der EU-Kommissar für Währung und Wirtschaft, Joaquin Almunia, Finanzminister Karl-Heinz Grasser zur Budgetpolitik nur ein durchschnittliches Zeugnis aus. Österreich befinde sich, was Neu- und Gesamtverschuldung betrifft, "nicht bei den besseren, aber auch nicht bei den schlechten Staaten" in der EU-Rangliste. "Österreich hat kein exzessives Defizit, aber es muss noch Korrekturen vornehmen, um mittelfristig eine nachhaltige Position eines ausgeglichenen Haushalts zu erreichen. Die Gesamtverschuldung Österreichs liegt mit über 62 % des BIP doch relativ hoch. Es sind also noch einige Korrekturen ausständig."

Der EU-weit festgestellte Konjunktur-Aufschwung mit steigenden Steuereinnahmen müsse dazu verwendet werden, um öffentliche Schulden abzubauen. Almunia: "Die Gewinne im Windschatten des Aufschwungs sollen hauptsächlich zur Reduzierung der Defizite und Gesamtverschuldung verwendet werden, um die fiskalische Konsolidierung zu beschleunigen."

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