Jörg Haider im ÖSTERREICH-Interview: Rot-Grün-Orange vorstellbar

Kärntner LH strikt gegen Neuwahl:"Keine Rückerstattung der Wahlkampfkosten bei Neuwahl. Parteien sollen selber zahlen."

Wien (OTS) - In einem Interview für die morgen, Freitag, erscheinende Ausgabe der Tageszeitung ÖSTERREICH erklärt Jörg Haider seine dezidierte Bereitschaft, mitzuregieren.Haider: "Bundespräsident Fischer muss seine sklavische Fixierung auf eine Große Koalition aufgeben und den Auftrag erteilen, andere Mehrheiten zu suchen.Es gibt andere Mehrheiten, weil wir bereit sind, mitzuwirken."

Eine Beteiligung an einer rot-grün-orangen Regierung ist für Jörg Haider "vorstellbar": "Das wäre eine ernst zu nehmende Überlegung, wenn die anderen ihre ideologischen Verhärtungen abbauen." Haider sieht "keine inhaltlichen Ausschließungsgründe" und nennt dabei die Beispiele "Pensionserhöhung ... Besserstellung der schwächeren Einkommen ... Steuerreform für den Mittelstand ... und die Bildungsreform." Und: "Das wäre ein ambitioniertes Programm."

Hart kristisiert Haider die "ÖVP alt": Es gäbe aber auch in der ÖVP Kräfte, die "die Notwendigkeit sehen, auf die geistige Höhe ihrer Wähler aufzuschließen. Die ÖVP ist ja in vielen gesellschaftlichen Fragen zurückgeblieben.So weit, dass es vielen Schwarzen schon fast peinlich ist."

Neuwahlen lehnt Jörg Haider strikt ab: "Wenn SPÖ und ÖVP nicht willens sind, eine Regierung zu bilden und Neuwahlen vom Zaun brechen, bin ich dafür, die Wahlkampfkostenrückerstattung vollständig zu streichen. Der Bundespräsident soll klarstellen: Wenn die Parteien Neuwahlen wollen, sollen sie sich die auch selber zahlen."

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