Toifl: Spannende Gewerbe- und Handwerkskonferenz zum Thema "Betriebsübergaben leistbar machen" in Wien

Staatssekretär Finz und Joachim Dirschka, Vizepräsident des Zentralverbandes des deutschen Handwerks, als prominente Eröffnungsredner

Wien (PWK736) - Morgen, Freitag, findet in Wien die traditionelle österreichische Gewerbe- und Handwerkstagung statt. "Wir haben das Thema `Betriebsübergaben leistbar machen´ gewählt, weil erfolgreiche Betriebsübergaben derzeit wirtschaftspolitisch und volkswirtschaftliche extrem wichtig sind", erklärt Georg Toifl, Obmann des österreichischen Gewerbe und Handwerks. "In den nächsten Jahren stehen in Österreich über 50.000 Betriebe zur Übergabe an -mit mehr als 400.000 Beschäftigten. Davon fast 14.000 Gewerbe- und Handwerksbetriebe mit über 100.000 Mitarbeitern", so Toifl weiter und "stellen Sie sich die Wichtigkeit für den Wirtschaftsstandort Österreich vor, wenn all diese Unternehmen zusperren!"

Daher konnte die Bundessparte Gewerbe und Handwerk prominente Eröffnungsredner für ihre Konferenz gewinnen. Staatssekretär Dr Alfred Finz erläutert gleich zu Beginn die steuerlichen Überlegungen und zukünftigen Maßnahmen des österreichischen Finanzministeriums für erfolgreiche Betriebsübergaben. "Tatsache ist, dass die Steuern, die bei einer Betriebsübergabe anfallen - denken Sie an die Erbschaftssteuer beispielsweise - viele junge Unternehmer und Unternehmerinnen abschrecken, den Betrieb zu übernehmen, oft auch innerhalb der Familie", weiss Toifl.

Wie wichtig es auch für Deutschland ist, Betriebsübergaben für Übernehmer - egal ob jung oder alt - leistbar zu machen, erklärt als zweiter Ehrengast Joachim Dirschka. Selbst Elektroinstallateurmeister und erfolgreicher Unternehmer setzt er sich als Präsident der Handwerkskammer zu Leipzig für dieses Thema besonders ein. Aber auch als engagierter Vizepräsident des Zentralverbandes des deutschen Handwerks kennt er die Sorgen und Nöte seiner Unternehmen bundesweit. "Nicht nur in Österreich, sondern auch in Deutschland müssen beste Rahmenbedingungen für erfolgreiche Betriebsübergaben weiterhin geschaffen werden. Das muss Top-Priorität jeder Regierung eines Landes mit einem soliden Mittelstand sein", bekräftigt Dirschka. Dazu wird er die Reform des Erbschaftssteuerrechtes in Deutschland für Betriebsübergaben den Funktionären des österreichischen Gewerbe und Handwerks gern nahe bringen.

"Jeder Gewerbe- und Handwerksunternehmer über 60 sollte seine Betriebsübergabe gut planen", meint Walter Bornett, Direktor der KMU Forschung Austria und als Experte natürlich Gastredner auf der Konferenz. "In Wirklichkeit ist 60 fast schon zu spät, denn eine erfolgreiche Betriebsübergabe an die nächste Generation braucht 5 Jahre solide Planung. Die betriebswirtschaftlich Perspektive als auch die menschlichen Seiten müssen extrem gut durchdacht sein", ergänzt Bornett.

Wie schwer sich die ältere Generation und meist auch Unternehmensgründer vom täglichen Firmengeschäft verabschieden weiß Wolfgang Gassner. Als Absolvent der TU-Graz hat er schon zu Studienzeiten in der Firma Gassner GmbH im oberösterreichischen Frankenmarkt mitgearbeitet bis er sie schlussendlich vollständig übernommen hat. Das Unternehmen exportiert heute Verschlussbeschickungsanlagen in die ganze Welt. "Glauben Sie mir, auch wenn unsere Unternehmensübergabe erfolgreich verlaufen ist und jede Generation im Unternehmen ihren Platz gefunden hat, war sie auf alle Fälle bisher die größte Herausforderung für mich und die Firma", erzählt Wolfgang Gassner.
Anschließend haben hochrangige Funktionäre und Unternehmer des österreichischen Gewerbe und Handwerks die Möglichkeit, mit den Gastrednern Erfahrungen auszutauschen und Lösungen für leistbare Betriebsübergaben zu diskutieren. (us)

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