Grünewald: Kritik an umstrittener Verordnung zur Drogensubstitution

Grüne: Rauch-Kallat hat Versprechen gebrochen

Wien (OTS) - "Trotz heftigster Kritik der überwiegenden Mehrzahl von Expertinnen wurde vor Bildung einer neuen Regierung von Bundesministerin Rauch-Kallat die umstrittene Verordnung zur Drogensubstitution unterzeichnet. Das den zahlreichen Betreuungseinrichtungen, Expertinnen und Kritikerinnen gegebene Versprechen, diese vorher noch zu konsultieren wurde gebrochen", kritisiert der Gesundheitssprecher der Grünen, Kurt Grünewald. Trotz einzelner Verbesserungen drohen bürokratische Hürden und die Einflussnahmen auf medizinische Therapien. Insbesondere würde den unterschiedlichen individuellen Bedürfnissen der Süchtigen hier zu wenig Rechnung getragen. "Expertinnen fürchten daher auch das Abwandern von Süchtigen aus der Ersatztherapie und die erneute Flucht in die schwer zu kontrollierende Illegalität", hält Grünewald fest. Gerade auf einem so sensiblen Gebiet hätte man mehr Gesprächsbereitschaft und eine Diskussion aufgrund harter Daten und Fakten erwartet, statt die Vermengung von Vorurteilen mit anekdotischer Berichterstattung. "Daher werden wir das Gespräch mit Betroffenen und Expertinnen fortsetzen und verstärken, aber auch konkrete parlamentarische Anfragen bezüglich verbesserungswürdiger Therapiebedingungen stellen", kündigt Grünewald an.

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