Mandak: Einkommensabhängiges Karenzgeld würde Väterkarenz steigern

Grüne wollen gerechte Aufteilung von Familien- und Erwerbsarbeit fördern

Wien (OTS) - Die heute veröffentlichten Zahlen des Hauptverbands zeigen, dass der Anteil der Väter, die das Kinderbereuungsgeld in Anspruch nehmen lediglich rund 3,5 Prozent beträgt, die Veränderungen bewegen sich also im Bereich von hundertstel (!) Prozent", kritisiert Sabine Mandak, Familiensprecherin der Grünen. "Um Tausenden Vätern endlich die Möglichkeit einer Karenzzeit zu geben, ist es unbedingt notwendig, dass das Karenzgeld von der Höhe des Einkommens abhängt. Das Grüne Karenzmodell ist die richtige Antwort auf die Frage, wie Männern das Tor zur Kinderbetreuung geöffnet werden kann", so Mandak. Ein Karenzgeld in Höhe von 80 Prozent des Einkommens für die Dauer von je acht Monaten für Mutter und Vater, einem Sockel für alle von 730 Euro, und einem folgenden fixen Karenzgeld von 600 Euro für weitere drei Monate für beide Elternteile würde den Anteil der Männer, die in Karenz gehen deutlich steigern und dazu führen, dass es genauso üblich wäre, dass der Mann für wenige Monate am Arbeitsplatz ersetzt werden muss. Zudem wären Väter, die Teilzeit arbeiten und entsprechende Arbeitszeiten beanspruchen wichtige Impulsgeber, um die Arbeitswelt besser an die Bedürfnisse von Familien anzupassen.

"Erst wenn Väter die echte Chance haben, ihren Anteil an Familienarbeit zu übernehmen und diese Chance auch wahrnehmen, wird es zu wesentlichen gesellschaftlichen Veränderungen kommen. Die gerechte Aufteilung von Familien- und Erwerbsarbeit zwischen Männern und Frauen ist nicht nur ein Schlüssel für die Gleichstellung der Geschlechter, sondern auch für die Zufriedenheit der Familien", so Mandak.

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