VP-Kenesei zum Wiener Prater: Viel Geld für wenig Leistung

Wien (OTS) - "Der Kontrollamtsbericht über den Vertrag zur Erstellung eines Masterplans für den Wiener Wurstelprater mit der Firma Imaginvest zeigt deutlich, dass viel Geld für wenig Leistung ausgegeben wurde. Wenn man ein Pappmaschemodell und ein paar halbgefüllte Aktenordner für 1,3 Mio. Euro bekommt, dann hat zwar irgendwer gut verdient. Ob das aber die Aufgabenstellung war, ist sehr anzuzweifeln", so die erste Stellungnahme des ÖVP Wien Mandatars und Kontrollausschussmitglieds LAbg. Günter Kenesei zum vorliegenden Bericht.

In dem Kontrollamtsbericht wird vor allem die Vertragsgestaltung, die fehlende Pönale, der fehlende Zeitplan und die hohen Personalkosten, die durch die Person Mongon verursacht wurden, kritisiert. Auch konnte der Zeitplan bei weitem nicht eingehalten werden und wurde um fast zwei Jahre überschritten. Von einem Masterplan, der als Leitfaden für den Prater Neu herangezogen werden soll, sei weit und breit keine Spur, merkt Kenesei an.

Das Einzige, was prompt funktionierte, war die Überweisung von fast 80 Prozent der Auftragssumme, in Höhe von immerhin 1,3 Millionen Euro, ohne eine Gegenleistung von der Firma Imaginvest bekommen zu haben. Einig war man sich auch bei den Reisekosten. Diese wurden, obwohl anders vereinbart, von der Stadt Wien übernommen. Kenesei:
"Unglaublich: Über 30.000 Euro zusätzliche Reise- und Hotelkosten für den Herrn Masterplaner wurden von der Stadt Wien bezahlt, obwohl nicht einmal die Kopien der Flugtickets vorgelegt werden konnten und die Übernahme der Kosten nicht vereinbart waren. Das entbehrt jeder gängigen Geschäftspraxis und ist bezeichnend für den sorglosen Umgang Wiens mit den Steuergeldern der Bevölkerung."

"Es bleibt nur zu hoffen, dass die Stadt Wien und die zuständige SP-Stadträtin Laska endlich lernen, das Geld der Wienerinnen und Wiener, das sie ausgibt, auch effizient einzusetzen, denn nur Seifenblasen hinterherzulaufen ist a la longe nicht zielführend", so Kenesei, der schon gespannt ist auf die Stellungnahme der geprüften Dienststelle und der zuständigen Stadträtin zum Projekt Wiener Prater im Kontrollausschuss.

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