Schabl: Belastungssituation in Gesundheitsberufen erfordert ein Umdenken

Leitfaden für Beschäftigte in Gesundheitsberufen wurde vorgestellt

St. Pölten, (SPI) - Im Rahmen der heutigen Fachtagung "Gesundes Gesundheitswesen - Selbstverständlichkeit oder Ironie?" diskutieren im NÖ Landtagsitzungssaal Experten aus dem Bereich Gesundheit über die Umsetzbarkeit von Verbesserungen der Belastungssituation in Gesundheitsberufen. Ein Leitfaden für die Evaluierung von Arbeitsplätzen im Gesundheitswesen wurde ebenso der breiten Öffentlichkeit präsentiert wie auch jüngste Forschungsergebnisse. "Die Qualität im Gesundheitswesen ist vor allem auch eine Frage von gesunden, motivierten und leistungsfähigen Beschäftigen. Mit dem EU-Projekt ‚Gesundes Gesundheitswesen’ soll daher ein Prozess in Gang gesetzt werden, um durch die bessere Gestaltung der Arbeit bzw. der Anforderungen des Arbeitsalltages einen Gesundheitsgewinn für alle Beteiligten zu ermöglichen", sprach sich NÖ Gesundheitsreferent, Landesrat Emil Schabl, in seiner Begrüßung für ein rasches Umdenken aus.****

Das Gesundheitswesen steht zurzeit unter einem wachsenden Veränderungsdruck. Vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung haben sich Dienstleistungen, die im Zusammenhang mit der Gesundheit stehen, zu einem wichtigen Wachstumsmarkt entwickelt. Gleichzeitig liegt im Gesundheitssektor im Durchschnitt die berufliche Verweildauer bei nur 6 Jahren. Der Personalmangel, die schwierigen Arbeitsbedingungen und der Mangel an Weiterbildung sowie fehlende Karriereplanung zählen zu den wesentlichen Gründen für die hohe Drop-out Quote. "Die Beschäftigten im Gesundheitswesen zeichnen sich durch hohen Idealismus und soziales Engagement aus. Das Wohlbefinden für die PatientInnen und die Verpflichtung gegenüber den PatientInnen steht oft so im Vordergrund, dass die eigenen Grenzen der Belastbarkeit nicht beachtet werden. Gesundheitliche Schäden durch die ständig psychosoziale und körperliche Überlastung sind die Folgen", hielt Schabl fest.

Die möglichen Lösungen setzen an verschiedenen Faktoren an und sollen ihre Wirkung auf allen Ebenen entfalten. Dabei soll vor allem das Wissen um die Zusammenhänge von Arbeit und Gesundheit erhöht, Belastungen minimiert, Gesundheitspotentiale gestärkt sowie Arbeitsabläufe gesundheitsfördernder gestalt werden. "Wir wollen gerade in den Gesundheitsberufen jedoch nicht nur die körperlichen Belastungen erkennen und Maßnahmen ergreifen, sondern auch für die psychosozialen Belastungen müssen praxistaugliche Schritte ausgearbeitet und auf ihre Umsetzbarkeit geprüft werden. Letztendlich werden durch positive Veränderungen im Gesundheitsbereich Krankenstände gesenkt, die Verweildauer im Beruf verlängert und damit die Qualität der Gesundheitsversorgung gestärkt", so Landesrat Schabl abschließend.
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