AK: Mehr Schutz für Versicherungskunden (2)

Mehr Rechte bei Versicherungsabschlüssen - Hilfreiche AK Tipps für Versicherungsnehmer

Wien (OTS) - Die AK fordert anlässlich ihres aktuellen Tests zur privaten Krankenversicherung mehr Rechte für Konsumenten bei Versicherungsabschlüssen. Bei den Versicherungsabschlüssen verlangt die AK konkret, dass Verbraucher innerhalb von zwei Wochen, nachdem sie die Polizze erhalten haben, vom Vertrag zurücktreten können. Sie sollen das ohne Angabe von Gründen tun können. Das Rücktrittsrecht soll für alle Versicherungsabschlüsse gelten. Derzeit gibt es kein generelles Rücktrittsrecht für Versicherungsabschlüsse.

Darüber hinaus sollten Fragen zu Krankenhausaufenthalten höchstens auf die vergangenen zehn Jahre begrenzt werden, zu Arztbesuchen oder erlittenen Erkrankungen höchstens auf die letzten fünf Jahre.

Tipps der AK Konsumentenschützer
+ Suchen Sie den Krankenversicherungsvertrag gut aus, da er in der Regel auf Lebenszeit gilt (späterer Wechsel bedeutet teureres Einstiegsalter und neuer¬liche Gesundheitsprüfung).
+ Überlegen Sie, ob die Prämie für einen längeren Zeitraum leistbar ist. Denn die Prämienzahlung kann nur einmal für rund ein Jahr ausgesetzt werden.
+ Beantworten Sie Gesundheitsfragen aufrichtig, sonst fällt der Versicherungsschutz weg.
+ Für Personen mit Vorerkrankungen zeigt ein Probeantrag, ob und zu welchen Konditionen sie vom jeweiligen Versicherer angenommen werden.

+ Frauen warten am Besten - nach Möglichkeit - noch die Umsetzung der EU-Gleichbehandlungsrichtlinie bis Ende 2007 ab. Bis dahin werden neue Tarife entwickelt, die Frauenprämien günstiger machen!
+ Wer generell vor hat, sich im eigenen Bundesland behandeln zu lassen, kann einen günstigeren Regionaltarif wählen.
+ Lassen Sie sich nach Möglichkeit vor einer kostspieligen Behandlung eine schriftliche Deckungszu¬sage des Versicherers einholen, ob z.B. Ihr Versicherer die Kosten für eine bestimmte Behandlung, beim Arzt Ihrer Wahl, im gewünschten Spital, usw. übernimmt.
+ Privatarzt- und vor allem bei Zahnversicherungen sind meist kombinationspflichtig und die Leistungen durch ein Jahreslimit und eine nur anteilige Kostenübernahme begrenzt.

SERVICE: Die Erhebung finden Sie im Internet unter http://arbeiterkammer.at

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Doris Strecker
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