17. Gewerkschaftstag der Gewerkschaft Bau-Holz in Wien eröffnet - 1

GBH-Driemer: GBH wird Reformprozess fortführen

Wien (GBH/ÖGB) - Zahlreiche Ehrengäste aus Politik, Wirtschaft, Sozialpartnerschaft und Gewerkschaft sowie rund 500 Delegierte aus ganz Österreich nahmen gestern, Mittwoch, an der Eröffnungsfeier zum 17. ordentlichen Gewerkschaftstag der Gewerkschaft Bau-Holz im Wiener Austria Center teil.++++

Die Delegierten werden stellvertretend für mehr als 250.000 Bau-, Holz- und Stein-Keramik-ArbeiterInnen die Politik, die Ziele und die Vorgangsweisen der Gewerkschaft Bau-Holz für die nächsten vier Jahre festlegen. Von den Beschlüssen, die an diesem Gewerkschaftstag getroffen werden, sind direkt und indirekt mehr als 700.000 Menschen betroffen.

In seiner Begrüßungsrede ging der scheidende Bundesvorsitzende der Gewerkschaft Bau-Holz und ÖGB-Vizepräsident Johann Driemer auf die Erfolge der Gewerkschaft Bau-Holz in den vergangenen Jahren ebenso ein wie auf die Nachteile, die den ArbeitnehmerInnen aus der unsozialen Regierungspolitik der letzten Jahre erwachsen sind. In der ÖGB-Reform, so Driemer, sei man auf gutem Wege. Driemer wörtlich:
"Wir haben im ÖGB nach Bekanntwerden des Kriminalfalles BAWAG alles zur Aufarbeitung veranlasst, und die Gerichte arbeiten mit Nachdruck an der Aufklärung. Wir erwarten entsprechend der Tatbestände eine rasche Verurteilung der Verantwortlichen. Trotz dieser widrigen Umstände stand es für uns Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter nie in Frage, dass wir unserer Republik Österreich und den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern verpflichtet sind."

Der designierte Bundesvorsitzende Johann Holper präsentierte in seiner Begrüßungsansprache die Eckpunkte des Zukunftsprogrammes der GBH und ging auf die Hauptforderungen der Gewerkschaft Bau-Holz an Politik und Wirtschaft ein, die u.a. eine völlige Überarbeitung der Schwerarbeitsregelung und Maßnamen gegen die Arbeitslosigkeit beinhalten. Holper appellierte in diesem Zusammenhang an die politisch Verantwortlichen, bei den Koalitionsverhandlungen nicht unnötig Zeit zu verlieren. Holper: "Ich habe kein Verständnis dafür, wenn von einzelnen Verantwortlichen Koalitionsverhandlungen verzögert und hinausgezögert werden. Es muss raschestmöglich eine stabile und handlungsfähige Regierung geben. Die Wählerinnen und Wähler haben entschieden und jetzt liegt es an den politisch Verantwortlichen, den Wählerwillen umzusetzen, der dem Sozialabbau der vergangenen Jahre eine deutliche Absage erteilt hat."

Holper ging auch auf die ÖGB-Reform ein und bekräftigte, dass die Gewerkschaft Bau-Holz auf Grund bereits vollzogener Reform-Schritte ein Vorzeigemodell innerhalb des ÖGB sei. Holper wörtlich: "Wir haben den Reformbedarf für die Gewerkschaftsbewegung schon vor Jahren erkannt und haben große Veränderungen eingeleitet. Gemeinsam ist es uns gelungen, die Gewerkschaft Bau-Holz mit diesen Maßnahmen zu stärken und die GBH zu einem Vorbild auch für die ÖGB-Reform zu machen."
(Forts.)

ÖGB, 9. November
2006
Nr. 738

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