Schwarzböck: Kärntens Bauern haben konstruktive Kräfte gestärkt

LK-Wahlergebnis zeigt Bedeutung der Interessenvertretung für ländlichen Raum

Wien (AIZ) - "Die Kärntner Bäuerinnen und Bauern haben bei der gestrigen Wahl die konstruktiven Kräfte im Bauernparlament gestärkt. Das Wahlergebnis zeigt, dass konsequente Arbeit im Sinne der bäuerlichen Familien von den Mitgliedern geschätzt und honoriert wird und unterstreicht zudem die Bedeutung einer funktionierenden Kammer für den gesamten ländlichen Raum", betonte der Präsident der Landwirtschaftskammer Österreich, Rudolf Schwarzböck, in einer ersten Reaktion auf das Ergebnis der Kärntner Landwirtschaftskammerwahl und gratulierte gleichzeitig dem Spitzenkandidaten der stimmenstärksten Fraktion, dem Präsidenten der Landwirtschaftskammer Kärnten, Walfried Wutscher, zum Wahlerfolg.

"Die neue Finanzperiode der EU ab Jänner 2007, die Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Weiterentwicklung des Welthandels und auch die derzeitige innenpolitische Lage zeigen, dass gerade die Bauern mehr als andere Berufsgruppen stabile politische Verhältnisse benötigen. Das erfreuliche Ergebnis der Kammerwahl hat nicht nur für die Kärntner Landwirtschaftskammer, sondern auch für die Tätigkeit der gesetzlichen Bauernvertretung in ganz Österreich positive Auswirkungen", so Schwarzböck.

Konkret errang der Bauernbund in der Vollversammlung der Kärntner Kammer mit 20 Mandaten (2001: 18) die absolute Mehrheit, die Freiheitliche Bauernschaft und Unabhängige verloren vier Mandate und liegen jetzt bei sechs Sitzen. Auch die SPÖ-Bauern verzeichneten ein Minus, blieben aber mit sechs Sitzen gleich. Die Gemeinschaft der Südkärntner Bauern blieb mit Stimmengewinnen ebenfalls bei zwei Mandaten. Die Grünen verfehlten den Einzug in das Bauernparlament und die neu angetretene Liste FPÖ-Bauern schaffte auch zwei Mandate.

"Die mit 2007 beginnende Umsetzung des 'Grünen Paktes', des neuen Programms für die Ländliche Entwicklung, verlangt von der Interessenvertretung ebenso die ganze Aufmerksamkeit wie die noch immer nicht abgeschlossenen WTO-Verhandlungen, die eine weitere Liberalisierung des Welthandels und damit mehr Druck auf die heimischen Bauerneinkommen bringen können. Deshalb ist dieses deutliche Wahlergebnis für alle Landwirtschaftskammern Auftrag und Verpflichtung zugleich, die anstehenden Herausforderungen, die in den nächsten Monaten und Jahren auf die Bauern zukommen, im Sinne der Bauernfamilien und der Bewohner des ländlichen Raumes zu meistern. Für all diese mit Sicherheit nicht einfachen Aufgaben braucht der Bauernstand eine starke Interessenvertretung. Der Ausgang der Kärntner Landwirtschaftskammerwahl macht deutlich, dass die Bauern eine konstruktive und positive Arbeit in ihrer Kammer wollen und unterstützen", so Schwarzböck.
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