Gross: Teure Spitäler belasten Beitragszahler!

Selbstbehalte als Steuerungsinstrument prüfen

Wien (OTS) - Anstatt die Versicherten und die Unternehmen jetzt
mit höheren Beiträgen belasten zu wollen, solle lieber über die Einführung von Selbstbehalten als Lenkungsmechanismus nachgedacht werden, schlug heute der Vertreter der Wirtschaftskammer in der Kärntner Gebietskrankenkasse, Rudolf Gross, vor: "Das hat sich bei anderen Versicherungsträgern wie der Beamtenversicherung oder bei den Eisenbahner- und Bergbauversicherung durchaus bewährt."

Ein weiteres massives Problem außerhalb des Einflussbereiches der GKK sei allerdings das in Kärnten vergleichsweise teuerste Gesundheitssystem in Österreich. So würden die übrigen Bundesländer im Schnitt 31,5 Prozent ihrer Einnahmen für die Spitäler ausgeben, in Kärnten seien es 35,5 Prozent. Gross: "Allein diese Differenz macht 16,5 Millionen Euro aus, die GKK-Versichterte mehr an die Krankenanstalten bezahlen müssen." Die SPÖ stelle seit Jahrzehnten den Spitals- und Gesundheitsreferenten im Land Kärnten und sei daher dafür verantwortlich, dass es zwar unzählige sündteure Studien und Expertisen zum Kärntner Gesundheitswesen gebe, aber keinen einzigen echten Reformschritt.

Gross: "Kärnten hat die höchste Krankenhaus- und Bettendichte Österreichs, gleichzeitig aber eines der niedrigsten Lohn- und Gehaltsniveaus und die meisten Ausgleichszulagenempfänger. Hier ist die Landespolitik gefordert, die Lebensbedingungen der Menschen im Land zu verbessern. Die Krankenkasse ist hier nur das Messinstrument, an dem sich ablesen lässt, wie die politische Darstellung und die Realität auseinanderklaffen."

Rückfragen & Kontakt:

Rudolf Gross
Vertreter der Wirtschaftskammer Kärnten
in der Kärntner Gebietskrankenkasse
Tel.: 04242/25185

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