FPÖ: Hunderte Jobs bei AUA gefährdet

Hofer verwundert über Entscheidung, Airbus abzubauen

Wien (OTS) - Nachdem FPÖ-Vizebundesparteiobmann Ing. Norbert Hofer in den letzten Wochen mehrmals die Gemischtwarenflottenpolitik der AUA und die damit verursachten Kosten an den Pranger gestellt hat, hat die AUA gestern Abend eine Harmonisierung ihrer Flotte beschlossen. Überraschenderweise will die AUA sich jedoch nicht von Flugzeugen des amerikanischen Herstellers Boeing trennen, sondern schließt zahlreiche Langstrecken und baut die dafür bisher im Einsatz befindlichen Airbus A330 und A340 ab.

FPÖ-Vizebundesparteiobmann Norbert Hofer: "Ich hätte erwartet, dass die österreichische Airline nach dem Ankauf der Eurofighter durch die Republik ihre gemischte Flotte auf Airbus umstellen wird. Auch das hätte, folgt man der Argumentation der Bundesregierung, Gegengeschäfte auslösen müssen."

Hofer unterstreicht zudem, dass das Aufgeben von Langstreckenrouten wenig mit einer Harmonisierung zu tun hat. Denn die Maschinen werden nicht durch Flugzeugtypen eines anderen Herstellers ersetzt: "Hier geht es ausschließlich darum, die AUA schrumpfen zu lassen, Strecken zu schließen und Mitarbeiter abzubauen. Wenn man das tut, dann muss man so ehrlich sein und das auch aussprechen."

Für die betroffenen Mitarbeiter erwartet die FPÖ schwerwiegende Konsequenzen. AUA-CEO Ötsch hat bereits angekündigt, für betroffenes Personal Teilzeitbeschäftigung anzubieten oder Personalleasingmodelle umzusetzen.

Hofer: "Es wird für einen Luftfahrzeugwart, der auf Airbus ausgebildet ist, schwierig sein, Unternehmen in Österreich zu finden, die seine Dienste im Rahmen eines Leasingmodells in Anspruch nehmen werden. Es stehen nicht viele A330 in den Garagen der Unternehmen in Österreich herum. Der Großteil der betroffenen Mitarbeiter wird wohl entweder einen Berufswechsel vollziehen müssen oder sein Glück im Ausland suchen. Tatsache ist, dass die jetzt beschlossenen Maßnahmen die Folge eines jahrelangen Missmanagements sind, dem ÖIAG und Politik tatenlos zugesehen haben. Die geplante Kapitalaufstockung wird im Rahmen eines Schrumpfungsprozesses und nicht durch eine geplante Expansion erfolgen. Das ist mehr als unerfreulich."

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