Kärnten als "Versuchskaninchen" für Tempo 160

Verkehrsminister Gorbach und Verkehrslandesrat Dörfler fördern Testversuch im Bundesland mit der dramatischsten Unfallbilanz

Klagenfurt (SP-KTN) - Passend zu Halloween habe BZÖ-Verkehrsminister Hubert Gorbach mit einer erschreckenden Meldung auf sich aufmerksam gemacht, sagte heute, Dienstag, der SP-Verkehrssprecher LAbg. Rudolf Schober anlässlich dessen Ankündigung, einen neuen Testversuch zu Tempo 160 auf der Tauernautobahn in Kärnten zu starten. Dass ein solcher Versuch, der im Mai und Juni noch an die Bedingungen gute Sicht und trockene Fahrbahn geknüpft war, nun im November durchgeführt werde, wo es zunehmend nebelig wird, sei nicht nachvollziehbar und entbehre jeglicher Grundlage, zeigte sich Schober verwundert.

Dass dieser Versuch ausgerechnet und auch ausschließlich in Kärnten, dem Bundesland mit der dramatischsten Unfallbilanz Österreichs, durchgeführt werde, sei ein völlig falsches Signal, betonte Schober. Während in anderen Bundesländern das Tempolimit auf 100 km/h reduziert werde, fungiere Kärnten nun als "Versuchskaninchen" für Geschwindigkeitstests, kritisierte der SP-Verkehrssprecher.

Darüber hinaus sei es geradezu paradox, dass sich Verkehrsminister Gorbach Gedanken über 160 km/h auf der Tauernautobahn mache, wo doch der Verkehrsfluss auf dieser seit nunmehr zwei Wochen durch die Sperre der Altersbergbrücke beeinträchtigt ist, so Schober. "Volle Fahrt voraus" sollten sich Gorbach und Kärntens Verkehrslandesrat Gerhard Dörfler dann zum Motto nehmen, wenn es darum geht, mit Nachdruck an den Maßnahmen zur Verbesserung der desolaten Straßen und der Verkehrssicherheit in Kärnten zu arbeiten, mahnte Schober ein.

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