Weltverband der ArbeitnehmerInnen tagt heute im Wiener Messezentrum

Morgen Beginn des IGB-Gründungskongresses

Wien (OTS) - Morgen (1. November 2006) wird ein historischer Tag für die Gewerkschaftsbewegung sein, denn es wird in Wien der erste einheitliche, überparteiliche, internationale Gewerkschaftsbund gegründet. Rund 1500 TeilnehmerInnen aus 160 Ländern sind nach Wien gekommen, um den "Weltverband der Arbeitnehmer" (WVA) und den "Internationalen Bund Freier Gewerkschaften" (IBFG) zusammenzuschließen. Der neue IGB wird damit künftig weltweit die Interessen von rund 190 Millionen ArbeitnehmerInnen vertreten.

Globalisierung ist ein oft verwendetes Wort und darum ist es gerade jetzt wichtig den ArbeitnehmerInnen die Möglichkeit zu bieten, weltweit aktiv zu werden. Netzwerke sind wichtiger als je zuvor und mit dem IGB wird ein solches für die ArbeitnehmerInnen geschaffen. Eine ArbeitnehmerInnenvertretung, die der World Trade Organisation (WTO) in Verhandlungen gegenübertreten kann und mit einer Stimme für die ArbeitnehmerInnen spricht.

"Darum ist es gerade jetzt besonders wichtig, dass es einer weltweit organisierten Gewerkschaftsbewegung gelingt, auf Basis einer weltumspannenden Ethik, die die Würde jedes einzelnen Menschen und seine natürlichen Rechte respektiert, das soziale Unrecht und die ökologische Bedrohung der Welt zu beseitigen," so ÖGB-Vizepräsident Karl Klein.

Die Ausgangslagen der Gewerkschaften in den Ländern sind sehr unterschiedlich und daher muss es sich der IGB zur Aufgabe machen, dass es weltweit ein soziales Regelwerk mit Mindestbedingungen und Sozialstandards für ArbeitnehmerInnen geben wird. Es muss die Kurve geschafft werden, hin zu weltweiter Sensibilität dafür, dass wir Menschen nur in Kooperation miteinander menschenwürdig leben können.

"Schon beim weit vor der Gründung des IGB haben wir bei einem Kongress der WVA eine unabhängige, eine von den ArbeitnehmerInnen selbst verwaltete und eine Gewerkschaftsbewegung die unabhängig von äußeren Einflüssen ist, gefordert. In einer Resolution haben wir festgehalten, dass es keine Gewerkschaftsbewegung gibt, die wertfrei ist und nur pragmatisch agiert, da es sonst keine Bewegung gibt und darum hoffe ich, dass der IGB eine Bewegung wird, die den Menschen und seine Würde in den Vordergrund stellt. Eine Gewerkschaftsbewegung, die sozial und gerecht ist", so Karl Klein abschließend.

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