Evaluierung bestätigt erfolgreichen Kurs der Technologie- und Innovationsförderung in der aws

Life Science Austria als Best Practice-Beispiel für Förderung von Hochtechnologieunternehmen, Patentprogramme erhöhen Wertschöpfung und ermöglichen Umsetzungen

Wien (OTS) - Im Rahmen eines Pressegesprächs berichteten gestern abend Dr. Peter Takacs, Geschäftsführer der österreichischen Förder-und Finanzierungsbank austria wirtschaftsservice und DI. Dr. Knut Consemüller, Vorsitzender des Rates für Forschung- und Technologieentwicklung über die Ergebnisse der vor Kurzem im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit abgeschlossenen Evaluierung der Technologie- und Innovationsförderprogramme der aws.

Hochtechnologiegründungen als best-practice-Modell

Einen besonders wichtigen Stellenwert im Schwerpunktfeld Technologie & Innovation nimmt in der aws der Bereich Förderung und Finanzierung von Hochtechnologieunternehmen mit besonderem Akzent auf Gründungsförderung ein. Im Rahmen der Evaluierung wurde das aws-Programm Life Science Austria als Best-Practice-Beispiel für die Entwicklung von Zukunfts- und Technologiefeldern hervor gehoben. Die Evaluatoren betonten dabei vor allem die Richtigkeit des Ansatzes, thematisch fokussierte Mobilisierungsinitiativen, Standortaktivitäten und funktionale Finanzierungsprogramme mit Förderbegleitmassnahmen in einem gebündelten Programm zusammen zu führen und damit einen One-stop-Shop für potenzielle Gründerinnen und Unternehmen in jeder Wachstumsphase zu formieren. Für Peter Takacs, Geschäftsführer der aws, kommt dieses Lob nicht unerwartet: "Mit LISA setzen wir - ebenso wie in anderen Schwerpunkfeldern - auf die gezielte Ansprache von Interessenten und bieten eine durchgängige Betreuung eines Themenfeldes", so der Förderexperte, der weiter meint: "Dieses Modell kann in Zukunft auch auf weitere Technologiefelder ausgedehnt werden. Im Bereich Kreativwirtschaft haben wir gemeinsam mit der Wirtschaftskammer ein analoges Programm geschaffen, im Bereich etwa der Materialwissenschaften sind wir mit unserem Auftraggeber, dem Wirtschaftsministerium, bereits im Gespräch über mögliche Fördermassnahmen".

Basierend auf diesen hervorragenden Ergebnissen fordern die Evaluatoren vor allem weitere Verbesserungen in der Abwicklung:
Entscheidungsverlagerungen in die aws (bisher hat das Ministerium die Letztentscheidung), weitere Verstärkung der Kooperation mit Bundesländern, wie von der aws geplant, und schliesslich der Ausbau der Förderschienen auch in Richtung Risikokapital sind geboten.

Patentförderung als Zukunftsfeld

Ebenfalls sehr gut bewertet wurde von den Evaluatoren der zweite wichtige Bereich der Technologie- und Innovationsförderungen, der Bereich der Patentverwertung. Hier verfügt die aws mit tecma als "Technology Licensing Office" und uni:invent als Programm für Verwertung universitärer Erfindungen über breite Erfahrung. Mit dem neu hinzugekommenen Innovation Protection Program IPP, das vor allem KMU bei der Patenterlangung und -durchsetzung in Schwellenländern wie China und Indien unterstützt, wird das Portfolio an Fördermöglichkeiten optimal ergänzt. Für die Evaluatoren ist dabei vor allem die internationale Ausrichtung der Patentverwertung auf Grund des eingeschränkten österreichischen Marktes besonders wichtig. Takacs: "Auf Grund unserer Internationalisierungsprogramme und der Vernetzung mit europäischen Förder- und Entwicklungsbanken ebenso wie auf Grund unserer wichtigen Stellung in der österreichischen Wirtschaft haben wir eine optimale Basis zur Verwertung von österreichischen Erfindungen."

Ziel der Programme sei es vor allem einerseits die Wertschöpfung in Österreich durch optimale Verwertung österreichischer Erfindungen zu steigern und andererseits österreichischen KMUs sowohl Unterstützung bei Patentverfahren als auch Zugang zu aktuellen Technologien zu ermöglichen.

Maßnahmen auf dem Gebiet des Patentwesens sind immer wirtschaftsbezogene Maßnahmen und von der Vermittlung zwischen Technologiegebern und Technologieempfänger gekennzeichnet. Durch die hohe Vernetzung der aws zur Wirtschaft (über 6000 unternehmensbezogene Projekte pro Jahr) können diesbezüglich auch Vorteile für den Themenbereich des Patent- und Lizenzmanagement erzielt werden. Selbst bei der Vermarktung universitärer Erfindungen, die ja prima vista den stärksten Forschungsbezug hat, stehen keine wissenschaftsbezogenen Kriterien sondern ausschließlich wirtschaftbezogene Kriterien im Vordergrund. Nicht die wissenschaftliche Qualität einer Erfindung sondern die Marktrelevanz entscheidet über den wirtschaftlichen Erfolg einer Erfindung. Durch die hohe interne Vernetzung der Patent- und Lizenzagenden in der aws lässt sich auch laut Evaluierung dieser Bezug optimal darstellen.

Zukunft der Hochtechnologiefinanzierung

Ein weiterer Ausbau der Schwerpunkte im Bereich der Finanzierung von Hochtechnologieunternehmen sowie innovativen Betrieben ist für die aws und den FTE-Rat wichtigstes Ziel der nächsten Legislaturperiode. "Innovation und Technologie sind die Wachstumsfelder, die Österreichs Wirtschaft auch zukünftig ein nachhaltiges Wachstum erlauben werden", so Ratspräsident Consemüller mit Verweis auf die "Strategie 2010" des Forschungs- und Technologierates. Für die aws sind dies wichtige Schwerpunkte des kommenden Mehrjahresprogramms, dass die zukünftige Regierung für die Förderbank zu beschliessen haben wird. Wichtige Eckpunkte für Takacs sind dabei die Einführung von innovativen Finanzierungsinstrumenten wie Beteiligungsfinanzierung, rückzahlbare Zuschüsse oder hybride Finanzierungsinstrumente sowie der Ausbau von Förderbegleitmassnahmen.

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