FSG-Vorsitzender Haberzettl weist Neugebauers Angriffe auf Hundstorfer zurück

Haberzettl: Mit Egoismen nach Art des ÖAAB-Obmanns wird ÖGB-Reform nicht zu schaffen sein

Wien (FSG) - FSG-Bundesvorsitzender Wilhelm Haberzettl hat am Donnerstag die Angriffe von ÖAAB-Obmann und GÖD-Vorsitzenden Fritz Neugebauer auf ÖGB-Präsident Rudolf Hundstorfer zurückgewiesen. Wenn der ÖAAB-Chef glaube, er könne seine Wahlkampfpolemik fast ein Monat nach der für die ÖVP verloren gegangenen Nationalratswahl im bekannten ÖAAB-Stil fortsetzen und den ÖGB mit dem BAWAG-Thema neuerlich zu diskreditieren versuchen, dann habe sich Neugebauer gründlich getäuscht.+++++

Haberzettl wies darauf hin, dass die anlaufende Reform des ÖGB nur von allen Einzelgewerkschaften gemeinsam durchgeführt werden könne. Mit einer egoistischen Haltung, wie sie der GÖD-Vorsitzende derzeit vorführe, sei die Reform des ÖGB sicher nicht zu schaffen. "Mit Erpressungsversuchen á la Neugebauer können weder die Probleme der GÖD, noch die des ÖGB gelöst werden." Deshalb fordere er, Haberzettl, alle an der Reformdiskussion beteiligten ÖGB-FunktionärInnen dazu auf, persönliche Eitelkeiten und Egoismen zurück zu stellen und gemeinsam für einen starken ÖGB zu arbeiten. Er könne auch Neugebauers gegenüber dem "Kurier" gemachte Äußerung, bisher sei in keinem Arbeitskreis zur ÖGB-Reform angesprochen worden, "wer künftig was machen soll", nicht nachvollziehen. Hier argumentiere der GÖD-Vorsitzende entweder wider besseres Wissen, oder er habe als ÖAAB-Obmann eine andere Wahrnehmung als die übrigen an der ÖGB-Reform beteiligten Gewerkschaftsvorsitzenden. Es könnte aber auch die mangelnde Präsenz der GÖD-Vertreter in den Arbeitsgruppen die Ursache dafür sein.

Schon bisher habe Neugebauer recht widersprüchlich agiert, setzte Haberzettl fort. Etwa wenn Neugebauer im ÖGB-Bundesvorstand die Kritik des ÖGB an der Pensionsreform der schwarz-bunten Regierung mitgetragen habe, dann aber im Parlament mit der Koalitionsmehrheit mitgestimmt habe. Wenn die Beamtengewerkschaft sich nun unter dem Deckmantel größerer finanzieller Eigenständigkeit vom ÖGB distanzieren wolle, dann sei das zwar politisch zur Kenntnis zu nehmen, sei aber nicht gerade von Anständigkeit gekennzeichnet. In guten Zeiten vom einem starken ÖGB zu profitieren, aber in schlechten Zeiten davonlaufen zu wollen, sei schlichtweg unsolidarisch, sagte der FSG-Vorsitzende. "Das lehne ich ab."

Im Übrigen wies Haberzettl darauf hin, das die ÖGB-Mitglieder in allen Umfragen im Ausmaß von über 80 Prozent einen einheitlichen und nicht zersplitterten ÖGB wollen.

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