Jung: "Kleines Glückspiel" treibt in Wien tausende Spielsüchtige in den Ruin!

Wien, 25-10-2006 (fpd) - Die gängige Praxis der Stadt Wien, die einerseits für den Jugendschutz verantwortlich ist, andererseits am kleinen Glücksspiel gewaltig verdient, kritisierte heute LAbg GR Mag. Wolfgang Jung im Zuge der aktuellen Gemeinderatsdebatte.

Jung zeigte die offenkundig bewußt in Kauf genommenen Lücken im Glücksspielgesetz auf, welche u.a. eine Umgehung der angeblichen Obergrenze von 5 Cent je Einsatz durch wenige Handgriffe praktisch ausschaltet, wodurch ein verspielen von tausenden Euros möglich wird. Das Elend und die massive Verschuldung vieler Spielsüchtiger -in Wien gibt es über 25.000 - die oft ihre Familien mit in die Verarmung ziehen, wird durch das sg. "kleine Glückspiel" in Wien vorangetrieben. Eine Verschärfung der Gesetzeslage ist daher unumgänglich, so Jung.

Die Beratung der Spielsüchtigen erfolgt durch private Initiativen, die aber absurderweise nicht aus dem Sozialtopf der Stadt, sondern von Spielbetreiber (Novomatik) "gefördert" wird. "Hier macht man den Bock zum Gärtner", kritisierte Jung, der auch die zweifelhafte Haltung der Wiener ÖVP in der Glücksspielfrage und besonders die ihres Obmannes mit seiner früheren Tätigkeit bei der Novomatik ansprach. Andere Bundesländer verbieten das kleine Glücksspiel aus gutem Grund - Wien hat auf eine bundesweite Initiative Österreichs in dieser Frage nicht einmal reagiert, so Jung abschließend. (Schluß) jen

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