Einigung der zukünftigen Regierungsparteien in der Pflegedebatte!

Ein Schritt - aber die Richtung ist mehr als fraglich!

Wien (OTS) - Die derzeitige Situation der illegalen "Pflegekräfte" veranlasst österreichische Politiker zu undifferenzierten Handlungen.

Die Pflegeverordnung kann nicht über ein Bundesgesetz, z.B. das geltende Gesundheits- und Krankenpflegegesetz gestellt werden. Der ÖGKV stellt klar, dass die professionelle Gesundheits- und Krankenpflege speziell im Sinne der Qualitätssicherung und Patientensicherheit gewährleistet sein muss. Man muss die professionelle Pflege von hauswirtschaftlichen Tätigkeiten klar abgrenzen.

Die berufsrechtlichen Vorschriften für die Berufsberechtigung der professionellen Gesundheits- und Krankenpflegeberufe in Österreich iS § 27 GuKG bleiben unverändert aufrecht. Insbesondere müssen die Qualifikationsnachweise iS der §§§ 29, 30, 31 GuKG vorgelegt werden können, bzw. im Einzelfall nostrifiziert werden.

Ebenso wird es wesentlich sein, die Kontrollmechanismen bzw. -instanzen, welche die Einhaltung der gegenständlichen berufsrechtlichen Vorschriften für die Berufsausübung der Gesundheits- und Krankenpflege in Haushalten bei pflege- und betreuungsbedürftigen Menschen in Österreich kontrollieren, ex lege konkret zu bezeichnen.

Ab der Pflegestufe 3 muss professionelle Pflege stattfinden. Es gibt im Moment keinerlei Kontrollmechanismen, welche die Problematik in die richtigen Bahnen lenken würde.

Das Strategiepapier, welches unter der Leitung von Frau LH aD Waltraud Klasnic unter Einbeziehung namhafter Experten erarbeitet wurde, findet offensichtlich keinen Einzug in das Regierungsprogramm. Dieses Ergebnis wird ignoriert - bezeichnend dafür, wie man generell mit der Berufsgruppe der professionell Pflegenden in Österreich umgeht.

Mit derartigen Maßnahmen geht man den Weg des geringsten Widerstandes und des geringsten Aufwandes. Der Anreiz nachhaltige Konzepte zu entwickeln und einzuführen ist damit verschwunden. Dabei sollte jetzt die Chance genützt werden, Entwicklungen einzuleiten, damit pflegebedürftige Menschen auch zukünftig auf eine qualitativ hochwertige Pflege und Versorgung vertrauen können.

Der Österreichische Gesundheits- und Krankenpflegeverband ist der Berufsverband aller Pflegeberufe Österreichs. Er ist gemeinnützig, unabhängig, überparteilich und interkonfessionell.

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Österreichischer Gesundheits- und Krankenpflegeverband
DGKS Christine Ecker, MBA, MAS
Präsidentin
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