Projekt "Steine der Erinnerung": Stadtrat Mailath weist "skandalöse" FP-Entgleisung zurück

"Kann nie genug Formen der Erinnerung an die Gräuel des NS-Regimes geben."

Wien (SPW-K) - Im Wiener Gemeinderat wurden heute, Mittwoch, auf Antrag von Kulturstadtrat Dr. Andreas Mailath-Pokorny Mittel für das Projekt "Steine der Erinnerung" beschlossen. Dabei handelt es sich um in den Boden eingelassene Gedenktafeln zur Erinnerung an die durch das NS-Regime Ermordeten und Vertriebenen in der Leopoldstadt. FP-Gemeinderat Harald Stefan sprach sich gegen die Förderung dieses Projektes aus, mit dem Argument, es gebe bereits eine Inflation an Erinnerungstafeln an die Gräuel des NS-Regimes.

In einer spontanen Wortmeldung wies der Wiener Kulturstadtrat diese Aussage als "skandalöse Entgleisung" zurück. "Es kann gar nie genug Formen der Erinnerung an das NS-Terrorregime und dessen Opfer geben. Das Projekt ’Steine der Erinnerung’ ist eine besonders würdige Form des Gedenkens und eine nachträgliche Verbeugung vor den Opfern des Nationalsozialismus", betonte Mailath-Pokorny. Die Subvention von 12.000 Euro wurde mit den Stimmen aller Fraktionen mit Ausnahme der FPÖ beschlossen. (Schluss)

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