Herzog: Volkstheater: Subventionen als Fass ohne Boden

Geldvernichtung Markenzeichen der Wiener Kulturpolitik

Wien (fpd) - Die Freiheitlichen lehnen den Antrag auf Subventionierung des Volkstheaters mit weiteren 450.000 Euro ab. Dies stellte heute FPÖ-Gemeinderat Johann Herzog fest. ****

Der rote Sowjetstern als Programm garantiert weder wirtschaftlichen noch künstlerischen Erfolg. Unter der Direktion Emmy Werners dürfte noch eine halbwegs ausgeglichene finanzielle Bilanz vorgelegen sein. Wie die Direktion Schottenberg dieses Volkstheater in kürzester Zeit in solch ein finanzielles Desaster führen konnte, blieb seitens der SP-Mehrheit ungeklärt, so Herzog.

Das Volkstheater ist auch Abbild der gesamten Wiener Kulturpolitik. Subventionsvernichtung steht seit Jahren im Mittelpunkt:

Vereinigte Bühnen Wiens lukrieren ein Viertel des gesamten Wiener Kulturbudgets. Jahrzehntelang wurden horrende Subventionen auch mit Zustimmung der ÖVP bewilligt. In Musical-Produkte, die anderswo kommerziell höchst erfolgreich waren. In Wien nicht. Und das trotz voller Zuschauerränge.

Ein neues Millionengrab wurde mit dem Ronacher als neue Musicalbühne eröffnet. 47 Millionen Euro wurden Umbaukosten für ein Haus verpulvert, das kurz vorher generalrenoviert wurde. Die goldene Zeit des Musicals ist offenbar vorbei, nicht nur in Wien, auch anderswo sind neue durchschlagende Projekte nicht in Sicht. Die Musicalbühne Ronacher wird daher in Zukunft und für alle Zeiten massiv am Subventionstropf der Stadt Wien hängen.

Die Kunsthalle Wien hat in drei Jahren 12 Millionen Euro an Förderungen lukriert, und das für höchst fragwürdige Projekte. An die ausgestellte Schändung eines toten Babys durch die lateinamerikanische "Künstlerin" Teresa Margolles wird erinnert. In dieser "Tradition" wird fortgefahren, Trashkunst gilt gerade als Non-plus-ultra.

Der Kunsthalle Wien und ihrem Direktor Matt dürfen laut Gerichtsurteil dürfen pornographischer und pädophiler Aktionismus unterstellt werden.

Für all das fließen die Millionen ins große Subventionsgrab, kritisierte Herzog.

Kein Geld gab es für die Rettung eines herausragenden Kulturerbes Wiens, nämlich die Sofiensäle. Diese ließ die SP-Mehrheit ungerührt verkommen. Im Jahre 2001 sind die Sofiensäle bei einem Brand schwer beschädigt worden. Seitdem haben sich die Stadt Wien mit Bürgermeister Häupl und das Bundesdenkmalamt die Verantwortung gegenseitig zugeschoben, während der Eigentümer bloß am Abriss des historischen Gebäudes interessiert war. Jahrelang blieb die Ruine Wind und Wetter ausgesetzt, jetzt hängen einige Textilfetzen als "Schutz" in der Gegend herum. Abrissbirnen und Planierraupen wurden weder seitens der Stadt Wien noch seitens des Denkmalamtes Einhalt geboten. Der prachtvolle, nach dem Brand nur mäßig beschädigte Große Ballsaal wurde so im Laufe der Jahre der Zerstörung anheim gestellt. Ob der neue Eigentümer Arwag noch im Stande sein wird, 5 nach 12 eine vernünftige Rettungsaktion durchzuführen, ist offen. Ein Bruchteil des im Wiener Kulturbetrieb verschleuderten Subventiongeldes hätte genügt, um zukünftigen Generationen das Wiener Baujuwel Sofiensäle zu erhalten, so Herzog abschließend.

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