Wissenschaftliche Studie untermauert Notwendigkeit der Koralmbahn

LH Haider und LR Dörfler: Koralmbahn als Teil der Baltisch-Adriatischen-Verkehrsachse erhält europäische Dimension

Klagenfurt (LPD) - Bereits Mitte Oktober wurde vom EU-Verkehrsministerrat in Luxemburg ein "Letter of Intent" unterschrieben, in dem Österreich, Italien, Slowakei, Tschechien und Polen den "Baltisch-Adriatischen-Korridor" fixierten. Dieser Eisenbahn-Korridor des Transeuropäischen Netzes (TEN) von Danzig über Wien, Graz und Klagenfurt nach Triest, Venedig und Bologna soll in das hochrangige europäische Schienennetz übernommen werden. Ein Teil dieser Achse (Ten Projekt 23 oder Korridor VI) ist die derzeit in Bau befindliche Koralmbahn.

"Damit ist klar, dass die Koralmbahn nicht nur ein Jahrhundertprojekt für Kärnten ist, sondern auch große internationale Bedeutung hat, sowohl als Nord-Süd als auch als Ost-West Verbindung", betonten heute, Mittwoch, Landeshauptmann Jörg Haider und Verkehrsreferent LR Gerhard Dörfler im Rahmen einer Pressekonferenz, an der auch Universitätsprofessor Harald Eicher (Institut für Geographie und Raumplanung/ Universität Graz) teilnahm.

"Der Bau des Koralmtunnels und der Koralmbahn erhält nun eine gesamteuropäische Dimension und wird ein wirtschaftlicher Motor für die Achse sein", hob Haider hervor. Wirtschaftlich werde damit der norditalienische und zentraleuropäische Wirtschaftsraum mit wichtigen Wirtschaftsmärkten in Osteuropa verbunden. Ziel Kärntens bei der neuen Festlegung der Transeuropäischen Netze im Jahre 2009/10 muss es sein, in diesem Schienennetz vertreten zu sein. "Die Studie ist auch ein wichtiges Dokumentarium für Brüssel, um EU-Mittel zu lukrieren", so Haider.

Dörfler verwies auch auf die vor kurzem unterzeichnete Alpenkonvention. Sie wurde auch von Italien unterschrieben, und sieht keine neuen Straßen über die Alpen vor. "Damit wird der Schienenverkehr noch mehr an Bedeutung gewinnen", so Dörfler.

Eicher präsentierte die wissenschaftliche Studie "Kärnten und die Baltisch-Adriatische Verkehrsachse". In ihr wird die Notwendigkeit der Eisenbahnachse verkehrs- und wirtschaftsgeographisch beleuchtet und aufgearbeitet und die Notwendigkeit eines "Schrägen Durchgangs" der Alpen untermauert. Er lobte auch bisherige das tolle und klaglose UVP-Verfahren für die Koralmbahn. "Es wurde hervorragend gelöst."

Haider und Dörfler hoben die Publikation als bemerkenswert hervor. "Es gibt bisher kaum wissenschaftliche Literatur, die sich mit der verkehrs- und wirtschaftsgeographischen Erschließung des Wirtschaftstandortes Kärnten beschäftigt."

Für das Koralmbahn-Projekt wurden auf Kärntner Seite bisher für die Planung 63,8 Millionen Euro und für den Bau 96,3 Millionen Euro investiert. Für den neuen Hauptbahnhof Klagenfurt wurden 60 Millionen Euro ausgegeben.
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