VP-Dworak: Volkstheater - Kein Konzept aus der Krise?

Wahre Ursachen der Schulden unklar, Teilbilanz mit vielen offenen Fragen

Wien (VP-Klub) - Als "Ansammlung vieler offener Fragen"
bezeichnete LAbg. Bernhard Dworak, Kulturausschussmitglied der ÖVP Wien, die Teilbilanz des Volkstheaters, die heute als Grundlage für den Beschluss einer Sondersubvention herangezogen wurde. "Für mich ist die Sachlage überaus unklar: Die ehemalige Direktorin, Emmy Werner, hinterließ ein Guthaben von 625.000 Euro, der neue Direktor, Michael Schottenberg startet mit einem Fehlbetrag von 900.000 Euro. Auch ein Umbau wurde zusätzlich mit 700.000 Euro von der Stadt gefördert. Ich frage mich, ob der neue Direktor die Grundrechenarten beherrscht?"

Dworak bemängelt vor allem die für die Begründung herangezogenen Budgetposten: "Abfertigungen, die für ’atypische Überstundenanteile’ und für 24 Personen gezahlt wurden, sind anscheinend einem neuen Direktor nicht zumutbar. Andere Betriebe müssen mit dem vorhandenen Personal bei einem Direktionswechsel weiterarbeiten."

Abschließend fasst Dworak zusammen und kritisiert: "Es gibt keine Konsequenzen, man diskutiert keine Ursachen, man schluckt die Kapriolen der Künstler. Anscheinend ist der Kulturstadtrat in Wien nur fürs ’Durchreichen der Gelder’ zuständig - oder hat er nicht auch die Aufgabe eines Kontrollorgans, eines Überchefs des Stiftungsrates? Langsam stellt sich die Frage, ob der Stadtrat seine Aufgaben wahrnimmt oder ob er ohne Diskussion weiterfinanzieren wird. Aufkommen muss dafür aber einmal mehr der Steuerzahler", schloss Dworak.

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